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Studie zur Zukunftsfähigkeit: Adidas weit vorne, Zalando Schlusslicht der Branche

Mit dem „Future Readiness Index 2026“ untersucht die Managementberatung Globeone, wie zukunftsfähig Deutschlands führende Marken aus Sicht der Bevölkerung wahrgenommen werden. Für die Studie wurden rund 6.000 Bürger:innen befragt, die etwa 160 deutsche Unternehmen und Marken bewertet haben.

Im Fokus standen dabei insgesamt 30 Kriterien, die laut Globeone darüber entscheiden, ob ein Unternehmen als zukunftsfähig gilt. Die Untersuchung bündelt diese Faktoren in drei zentrale Bereiche: gesellschaftliche Akzeptanz, wirtschaftliche und strategische Leistungsfähigkeit sowie emotionale Zukunftsfähigkeit, also die Frage, ob Marken Vertrauen, Relevanz und Zuversicht vermitteln.

Ein zentrales Ergebnis der Studie: Nur rund jede zweite Marke wird derzeit von den Befragten als zukunftsfähig wahrgenommen. Angesichts anhaltender wirtschaftlicher und geopolitischer Krisen gelten Vertrauen und Differenzierung laut Globeone zunehmend als kritische Faktoren im Wettbewerb um gesellschaftliche Relevanz. Doch nur 19 der insgesamt 158 analysierten Marken werden als Top-Performer eingestuft, während sich der Großteil im breiten Mittelfeld bewegt. Neun Unternehmen weisen laut Studie deutliche Defizite auf.

Zukunftsfähigkeit hängt auch von der Außenwahrnehmung ab, vor allem in Krisenzeiten

Angeführt wird das Ranking von dm-Drogerie Markt, gefolgt vom Deutsches Rotes Kreuz, Rossmann, Siemens Healthineers und Fielmann. Auch Adidas gehört mit Platz elf zu den Top-Performern. Andere Mode- und Bekleidungsmarken liegen im Mittelfeld, etwa Otto (Platz 38), Puma (Platz 46) und Hugo Boss (Platz 71). Zalando bildet auf Platz 89 das Schlusslicht der Branche, während am unteren Ende aller Bewertungen Deutsche Bahn, Bild und Vonovia (Plätze 156 bis 158) liegen.

Besonders zukunftsfähig erscheinen laut Studie Unternehmen aus Handel, Technologie und Medizintechnik. Kritischer bewerten die Befragten dagegen Marken aus der Finanz-, Immobilien-, Medien- sowie Transport- und Logistikbranche. Auffällig ist zudem ein Defizit bei emotionalen Faktoren: Vielen Marken fehle es an Zukunftsvision, Optimismus, Authentizität und inspirierender Wirkung. Während NGOs vor allem bei gesellschaftlicher Akzeptanz punkten, werden Technologiemarken für ihre Leistungsfähigkeit geschätzt. Im Bereich emotionale Zukunftsfähigkeit erzielt der Handel die besten Werte.

Die Studie versteht Zukunftsfähigkeit ausdrücklich nicht mehr als rein internes Transformationsthema. Vielmehr soll sie zeigen, wie stark Unternehmen ihre strategischen Veränderungen auch nach außen glaubwürdig kommunizieren und gesellschaftlich verankern können. Hintergrund sind die anhaltenden wirtschaftlichen und geopolitischen Krisen, steigender Wettbewerbsdruck sowie technologische Umbrüche, die viele Branchen unter Veränderungsdruck setzen.


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