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Sympatex findet Investor: Pidigi übernimmt operatives Geschäft

Sympatex Technologies GmbH hat einen Investor gefunden. Nachdem der in Unterföhring ansässige Textilhersteller im Januar Insolvenz angemeldet hat, teilte er am Freitag mit, dass das operative Geschäft im Zuge einer übertragenden Sanierung mit Wirkung zum 01. Juni 2026 von dem italienischen Zulieferer Pidigi S.p.A. übernommen werden soll.

Der inhabergeführte italienische Zulieferer aus Verona übernimmt gemeinsam mit einer deutschen Tochtergesellschaft wesentliche Vermögenswerte von Sympatex. Die Marke Sympatex soll dabei fortgeführt werden. Nach Angaben des Insolvenzverwalters Axel W. Bierbach bleiben am Standort Unterföhring 21 Arbeitsplätze sowie alle vier Ausbildungsplätze erhalten. Auch die internationalen Standorte in Frankreich, China und Hongkong sowie die koreanische Vertriebsrepräsentanz sollen weitergeführt werden.

Gleichzeitig kommt es im Zuge der Restrukturierung zu Stellenstreichungen. Für 25 Beschäftigte am Standort Unterföhring sollen betriebsbedingte Kündigungen ausgesprochen werden. Bereits während der vorläufigen Insolvenzverwaltung hätten rund 20 Mitarbeitende das Unternehmen verlassen, hieß es in der Mitteilung. Zur Abfederung der Folgen seien ein Interessenausgleich und ein Sozialplan vereinbart worden.

Pidigi und Sympatex verbindet bereits eine langjährige Zusammenarbeit. Der italienische Familienbetrieb vertreibt unter anderem Laminate und Membrane für die Schuh- und Bekleidungsindustrie und arbeitet seit Jahrzehnten mit Sympatex im Footwear-Segment zusammen. Zudem besteht eine Partnerschaft im Bereich Tapeproduktion. Durch die Übernahme sollen entlang der Wertschöpfungskette operative und wirtschaftliche Synergien entstehen.

„Die Übernahme von Sympatex ist für uns ein wichtiger strategischer Schritt, der auf einer langjährigen und vertrauensvollen Zusammenarbeit aufbaut“, sagte Pidigi-Eigentümer und Geschäftsführer Giorgio De Gara. Gemeinsam wolle man das internationale Geschäft von Sympatex weiterentwickeln – von Performance-Laminaten und Tapes für Footwear-Anwendungen bis hin zu technischen Lösungen für Behörden-, Workwear- und Apparel-Märkte.

Sympatex hatte Ende Januar Insolvenz angemeldet. Der Geschäftsbetrieb sei während der vergangenen dreieinhalb Monate in vollem Umfang fortgeführt worden, erklärte Insolvenzverwalter Bierbach. Mit Pidigi habe man einen Investor gefunden, der über Branchenkenntnis sowie eine starke internationale Vernetzung verfüge und damit eine langfristige Perspektive für das Unternehmen schaffen könne.

Die bisherige Geschäftsführerin Kim Scholze, die Sympatex durch das Insolvenzverfahren geführt hatte, wird das Unternehmen nach Abschluss der Transaktion verlassen.


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