Sympatex ist insolvent
Der in Unterföhring ansässige Textilhersteller Sympatex Technologies GmbH hat Insolvenz angemeldet. Das geht aus einer Mitteilung des zuständigen Amtsgerichts München hervor.
Demnach hatte das Unternehmen am vergangenen Donnerstag einen entsprechenden Antrag gestellt. Das Gericht ordnete daraufhin am Montag die vorläufige Insolvenzverwaltung über das Vermögen der Firma an. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Rechtsanwalt und Sanierungsexperte Axel Bierbach von der Münchener Kanzlei Müller-Heydenreich Bierbach & Kollegen bestellt.
Laut einer am Montag veröffentlichten Mitteilung der Kanzlei wurde auch für die Smart Solutions Holding GmbH, die Muttergesellschaft der Sympatex Technologies GmbH, ein Insolvenzantrag gestellt. Der Geschäftsbetrieb von Sympatex laufe aber „uneingeschränkt weiter“, heißt es dort. Der vorläufige Insolvenzverwalter werde nun „alles daransetzen, dass Kundenaufträge weiterhin bearbeitet und laufende Projekte planmäßig umgesetzt werden können“. Die Löhne und Gehälter der rund 70 Mitarbeiter:innen des Unternehmens seien „bis Ende März 2026 über das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit gesichert“.
Der vorläufige Insolvenzverwalter sieht Chancen auf „einen Start ohne die Altlasten der Vergangenheit“
Sympatex-Geschäftsführerin Kim Scholze erläuterte die Hintergründe der Insolvenz. „Die Antragstellung ist das Ergebnis schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen, die zuletzt nicht mehr allein durch das operative Geschäft ausgeglichen werden konnten“, erklärte sie in einem Statement. Das Insolvenzverfahren schaffe nun „den notwendigen Rahmen, um das Unternehmen in einem strukturierten Sanierungsprozess neu aufzustellen“.
Der vorläufige Insolvenzverwalter bemüht sich derzeit um eine Konsolidierung des finanziell angeschlagenen Textilherstellers. „Sympatex verfügt über eine technologisch starke Position im Markt und Mitarbeitende mit umfassendem Spezialwissen. Ziel des Verfahrens ist es, diese Substanz zu sichern und eine tragfähige Lösung für die Zukunft des Unternehmens zu entwickeln“, betonte Bierbach in einer Mitteilung. „In den kommenden Wochen werden wir in enger Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung prüfen, wie das Unternehmen wirtschaftlich stabilisiert und für die Zukunft neu aufgestellt werden kann.“ Die Insolvenz biete „die Chance, Sympatex neu zu strukturieren und einen Start ohne die Altlasten der Vergangenheit zu ermöglichen“, so Bierbach.
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