The Finish Line: Rabatte belasten Ergebnis im dritten Quartal 2014/15

Seinen Umsatz konnte der US-amerikanische Sportartikelhändler The Finish Line im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres kräftig steigern. Das Ergebnis verfehlte allerdings die Erwartungen. Der Aktienkurs des Unternehmens brach daraufhin um mehr als zehn Prozent ein.

Im abgelaufenen Quartal, das am 29. November endete, erwirtschaftete The Finish Line einen Umsatz in Höhe von 395,8 Millionen US-Dollar (322,9 Millionen Euro). Gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeutete das eine Verbesserung um 8,6 Prozent. Auf vergleichbarer Fläche wuchsen die Erlöse um 4,5 Prozent. Nach einem schwierigen zweiten Quartal habe sich der Umsatztrend aufgrund hoher Zuwächse im Online-Geschäft wieder verbessert, erklärte CEO Glenn Lyon.

Bei den Erlösen konnte das Unternehmen damit die Analystenerwartungen übertreffen. Das Ergebnis fiel hingegen schlechter aus, als prognostiziert worden war. Der Grund waren hohe Rabatte auf wenig attraktive Produkte. Das Unternehmen habe zwar grundsätzlich mit niedrigeren Margen gerechnet, diese seien im abgelaufenen Quartal aber unerwartet stark gesunken, räumte Lyon ein. Teile des aktuellen Sortiments würden sich nicht mehr zum vollen Preis verkaufen lassen, sagte er. Der hohe Preisdruck, der seit längerem auf der gesamten Branche in den USA lastet, habe verhindert, dass das Unternehmen seine Ergebnisziele erreichen konnte, so Lyon.

Trotzdem stieg der ausgewiesene Nettogewinn nach Minderheitenanteilen gegenüber dem Vorjahresquartal um elf Prozent auf knapp 2,6 Millionen US-Dollar. Dabei profitierte das Unternehmen allerdings von Sonderfaktoren, vor allem einem einmaligen Steuervorteil in Höhe von 4,3 Millionen US-Dollar. Bereinigt um alle Einmaleffekte, also auch um Abschreibungen und Restrukturierungskosten wie Abfindungen, rutschte The Finish Line in die Verlustzone. Das entsprechend bereinigte Nettoergebnis belief sich auf -0,9 Millionen US-Dollar, Analysten hatten hier ein kleines Plus erwartet.

Angesichts der jüngsten Geschäftsentwicklung und nicht gerade rosiger Aussichten für die kommenden Wochen korrigierte das Management seine Jahresprognosen nach unten. Es erwartet nun, dass der um Sondereffekte bereinigte Gewinn pro Aktie auf dem Niveau des Vorjahres stagnieren und der Umsatz flächenbereinigt nur um einen niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentsatz wachsen wird. Analysten hatten höhere Ziele prognostiziert, die Enttäuschung über die vorgelegten Zahlen bekam das Unternehmen umgehend an der Börse zu spüren.

 

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