The Platform Group setzt profitablen Wachstumskurs im ersten Halbjahr fort
Die The Platform Group (TPG) hat ihren profitablen Wachstumskurs im ersten Halbjahr 2026 fortgesetzt. Das Düsseldorfer Software- und Plattformunternehmen steigerte sowohl das Bruttowarenvolumen als auch den Umsatz und verbesserte die operative Ertragskraft, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
In den ersten sechs Monaten erhöhte sich das Bruttowarenvolumen (GMV) um 20,9 Prozent auf 788,6 Millionen Euro. Der Nettoumsatz legte um 22,7 Prozent auf 421 Millionen Euro zu. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg um 22,5 Prozent auf 40,8 Millionen Euro. Damit erzielte TPG das bislang höchste bereinigte operative Halbjahresergebnis der Unternehmensgeschichte.
Das berichtete EBITDA erhöhte sich von 43,7 auf 45,4 Millionen Euro. Das Konzernergebnis blieb mit 33,5 Millionen Euro nahezu auf dem Vorjahresniveau von 33,3 Millionen Euro. Das Ergebnis je Aktie sank dagegen von 1,55 auf 1,34 Euro.
Organisches Wachstum treibt Entwicklung
Das Wachstum wurde im ersten Halbjahr vor allem organisch getragen. Die Zahl der aktiven Kund:innen stieg innerhalb eines Jahres von 6,2 auf 8,4 Millionen. Gleichzeitig erhöhte sich die Zahl der Bestellungen von 5,3 auf 6,2 Millionen. Der durchschnittliche Warenkorb legte von 124 auf 129 Euro zu. Nach Angaben von TPG bilden die 17.683 Partner:innen und 8,4 Millionen aktiven Kund:innen die Grundlage für weiteres Wachstum.
Parallel setzte das Unternehmen seine Akquisitionsstrategie fort und schloss im Berichtszeitraum zwei Add-on-Akquisitionen ab. Die bereits angekündigte Übernahme der AEP GmbH befindet sich weiterhin in der Umsetzung. Nach dem Bilanzstichtag gab TPG zudem die Übernahme der Vermögenswerte der Cocoli GmbH bekannt. Damit soll das Profil des Unternehmens im Bereich Freight Goods gestärkt und angrenzende Kund:innen in den bestehenden Möbelplattformen erschlossen werden.
CEO Dominik Benner bezeichnete 2026 als „Jahr der operativen Skalierung“. TPG wolle primär organisch wachsen, die Profitabilität steigern und gute Cashflows generieren. Dadurch solle die Verschuldung reduziert und gleichzeitig finanzieller Spielraum für künftige Investitionen geschaffen werden. Zudem will das Unternehmen ein bis zwei Unternehmen aus dem Portfolio veräußern und sich von Unternehmen trennen, die keinen Gewinn machen. Akquisitionen blieben Bestandteil der Strategie und stünden im Einklang mit der disziplinierten Kapitalallokation.
Für das Gesamtjahr hält The Platform Group an ihrer bisherigen Prognose fest. Erwartet werden weiterhin ein GMV von 1,7 Milliarden Euro, ein Nettoumsatz von 1,0 Milliarden Euro sowie ein bereinigtes EBITDA zwischen 70 und 80 Millionen Euro.
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