Tom Tailor schreibt 2014 wieder schwarze Zahlen

Der Hamburger Bekleidungskonzern Tom Tailor Group ist im vergangenen Geschäftsjahr trotz zeitweise widriger Rahmenbedingungen in die Gewinnzone zurückgekehrt. Das gelang erstmals seit der Übernahme der Marke Bonita im Jahr 2012. Die gute Nachricht verkündete das Unternehmen am Dienstag unter Berufung auf vorläufige Zahlen. Das Freizeitmode-Label Tom Tailor konnte demnach erneut kräftig wachsen, die lange schwächelnde Marke Bonita machte trotz rückläufiger Erlöse deutliche Fortschritte beim Ergebnis.

„Wir haben uns in einem sehr anspruchsvollen Marktumfeld erfolgreich entwickelt: Die Tom Tailor Group ist weiter gewachsen und 2014 in die Gewinnzone zurückgekehrt“, erklärte Vorstandschef Dieter Holzer. Beide Hauptmarken hätten zum Anstieg des Konzernergebnisses beigetragen.

Den veröffentlichten Zahlen zufolge stieg der Gruppenumsatz gegenüber dem Vorjahr um etwa drei Prozent auf voraussichtlich 932 Millionen Euro. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wuchs um mehr als zehn Prozent auf 77,2 Millionen Euro. Damit erreichte der Konzern sein Ziel, eine bereinigte EBITDA-Marge im Bereich von 9,2 bis 9,7 Prozent auszuweisen. Weitere Ergebniskennzahlen veröffentlichte das Unternehmen noch nicht.

Wachstumsmotor war einmal mehr die bewährte Hauptmarke Tom Tailor, die im Retail wie im Großhandel kräftige Umsatzsteigerungen verbuchen konnte. Die Einzelhandelserlöse der Marke stiegen den veröffentlichten Zahlen zufolge um etwa acht Prozent auf 275 Millionen Euro. Dazu trugen Neueröffnungen ebenso bei wie ein Wachstum um 1,4 Prozent auf vergleichbarer Fläche. Im wichtigen vierten Quartal lag die Marke mit einem flächenbereinigten Plus von 2,1 Prozent weit über dem Branchendurchschnitt. Umfangreichere Rabattaktionen drückten die Rohertragsmarge der Retail-Sparte allerdings unter das Vorjahresniveau.

Im Großhandel wuchs der Umsatz der Marke sogar um etwa neun Prozent auf rund 331 Millionen Euro. „Getrieben wurde diese positive Entwicklung durch 417 neue Shop-in-Shops, 9 neue Franchise-Geschäfte sowie 1.005 zusätzliche Multi-Label-Partner“, erklärte das Unternehmen. Außerdem seien „die Aktivitäten mit den bestehenden sowie neuen internationalen Online-Geschäftspartnern signifikant ausgebaut“ worden.

Der Umsatz von Bonita war erwartungsgemäß rückläufig, dafür konnte die Marke ihre Rohertragsmarge deutlich verbessern

Die Marke Bonita, die der Konzern seit der Übernahme neu aufzustellen versucht, machte ebenfalls Fortschritte – allerdings waren die noch nicht an den Umsatzzahlen ablesbar. Die Erlöse sanken im abgelaufenen Geschäftsjahr um sieben Prozent auf etwa 326 Millionen Euro, auf vergleichbarer Fläche gingen sie um 9,9 Prozent zurück.

Damit habe sich Bonita „wie erwartet“ entwickelt, erklärte das Unternehmen. Im vergangenen Jahr habe „die Schärfung der Produkt- und Markenidentität sowie die Verbesserung der Umsatzqualität“ im Vordergrund gestanden, preisreduzierte Abverkäufe seien daher „gezielt zurückgenommen“ worden – was sich in der Umsatzentwicklung niederschlug. Allerdings konnte Bonita aufgrund der höheren Umsatzqualität seine Rohertragsmarge deutlich steigern: Den vorliegenden Zahlen zufolge wuchs sie um rund 5,5 Prozentpunkte auf etwa 61,5 Prozent. Vorstandschef Holzer sieht die Marke nun auf einem guten Weg: „Bei Bonita sind die Weichen gestellt, um 2015 wieder profitabel zu wachsen“, erklärte er.

Foto: Tom Tailor

 

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