Tom Tailor vergibt Lizenz für Kindermode

Der Hamburger Bekleidungskonzern Tom Tailor Group lässt die Kindermode seiner Hauptmarke künftig von einem Lizenzpartner produzieren und vermarkten. Wie das Unternehmen am Freitag mitteilte, wurde eine entsprechende Partnerschaft mit dem in Pliezhausen ansässigen Kidswear-Spezialisten Kids Fashion Group geschlossen. Durch die Zusammenarbeit, die am 1. Juni beginnen wird, solle „das Vertriebsnetzwerk ausgebaut und das Umsatzwachstum nachhaltig gesteigert werden“, teilte Tom Tailor mit.

Ab Juni entwickelt und vermarktet die Kids Fashion Group die Kidswear-Kollektionen von Tom Tailor

Im Rahmen der Partnerschaft wird die Kids Fashion Group in den kommenden zehn Jahren die Kollektionen von Tom Tailor Kids entwickeln, produzieren und „den Wholesale-Vertrieb als Lizenzprodukt“ übernehmen. Die Produkte werden in den Filialen von Tom Tailor und im Online-Shop der Marke, aber auch bei zahlreichen Handelspartnern der Kids Fashion Group erhältlich sein. Die erste von der Kids Fashion Group entwickelte Kollektion soll im Frühjahr 2018 auf den Markt kommen.

Der Kindermodehersteller verfügt derzeit über ein Portfolio von 14 Marken, darunter sind die entsprechenden Lizenzen für populäre Linien wie Marc O’Polo Junior und Steiff Collection. Sein Vertriebsnetzt umfasst nach Angaben von Tom Tailor „mehr als 280 eigene Läden sowie weitere 3.500 Points of Sale, davon allein 2.000 in Deutschland“.

Tom Tailor erwartet Einspareffekte und größere Wachstumschancen im Kidswear-Segment

Von der neuen Partnerschaft erhofft sich die Tom-Tailor-Gruppe Wachstumschancen für ihre Kidswearmarke, aber auch Einspareffekte: „Durch die Lizenzvereinbarung wird unser Kids-Geschäft von den Ressourcen eines auf Kinderbekleidung spezialisierten Partners profitieren“, erklärte Finanzvorstand Thomas Dressendörfer in einer Mitteilung. „Die Zusammenarbeit von zwei starken Partnern ermöglicht es unter anderem, das Vertriebsnetzwerk auszubauen, das Umsatzwachstum anzukurbeln und die notwendige Kosteneffizienz zu schaffen.“

Der Hamburger Bekleidungskonzern, zu dem die Dachmarken Tom Tailor und Bonita gehören, hat sich nach schwachen Zahlen umfassende Sparmaßnahmen verordnet. So wurden Filialen geschlossen, Mitarbeiter entlassen und Marken eingestellt. Außerdem straffte das Unternehmen die internen Strukturen und zog sich aus einigen Auslandsmärkten zurück. Im Gegenzug soll verstärkt in die E-Commerce-Angebote und die Profilierung der verbliebenen Marken investiert werden.

Foto: Tom Tailor
 

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