Trendwende geschafft: Asos schreibt wieder schwarze Zahlen

Der britische Online-Modehändler Asos Plc konnte im Geschäftsjahr 2025/26 in die Gewinnzone zurückkehren. Gleichzeitig ging allerdings der Umsatz erheblich zurück. Das geht aus dem aktuellen Geschäftsbericht hervor, den das Unternehmen am Donnerstag veröffentlichte.

Demnach belief sich der Konzernumsatz in den 52 Wochen vor dem 30. August auf 2,25 Milliarden Britische Pfund (2,69 Milliarden Euro). Das entsprach einem Rückgang um neun Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Bruttowarenvolumen (GMV) sank auf bereinigter Basis um fünf Prozent und lag bei 2,35 Milliarden Britischen Pfund. Im vierten Quartal gelang dem Unternehmen allerdings eine Trendwende: Das GMV wuchs zum ersten Mal seit 2022.

Beim Ergebnis machte Asos deutliche Fortschritte. Die bereinigte Bruttomarge stieg nicht zuletzt dank effizienterer Beschaffung und geringerer Preisnachlässe um 340 Basispunkte auf 50,5 Prozent und übertraf damit die mittelfristigen Ziele des Managements. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte um 38,7 Prozent auf 170,3 Millionen Britische Pfund zu.

So konnte der Konzern einen operativen Gewinn in Höhe von 93,5 Millionen Britischen Pfund erzielen, nachdem er im Vorjahr noch einen Betriebsverlust von 212,3 Millionen Britische Pfund hinnehmen musste. Der Gewinn vor Steuern lag bei 24,2 Millionen Britischen Pfund (29,2 Millionen Euro). Im vorangegangenen Geschäftsjahr hatte das Unternehmen einen entsprechenden Fehlbetrag von 281,6 Millionen Britischen Pfund verbucht. Der ausgewiesen Nettogewinn belief sich auf 49,8 Millionen Britische Pfund.

Im Laufe des Jahres schloss Asos den Verkauf der stillgelegten Logistikzentren in Lichfield und Atlanta ab. Dies generierte einen Nettoerlös von 115,5 Millionen Britischen Pfund und einen Vorsteuergewinn von insgesamt 164,5 Millionen Britischen Pfund. Durch die Transaktionen fielen belastende Mietverpflichtungen weg, was zu einer allgemeinen Reduzierung der gesamten Nettoverschuldung beitrug.

Für das Geschäftsjahr 2026/27 prognostiziert das Management ein GMV-Wachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich sowie ein bereinigtes EBITDA zwischen 180 und 200 Millionen Britischen Pfund.

Das Unternehmen bestätigte einen Sicherheitsvorfall im Oktober, der zu einem unbefugten Zugriff auf allgemeine Daten von Kund:innen führte. Zahlungsdaten und Passwörter waren davon jedoch nicht betroffen. Die daraus resultierenden Einbußen in Großbritannien bezifferte der Konzern auf etwa zwei bis vier Prozent des GMV. Dennoch blieb die Geschäftsentwicklung nach Angaben des Unternehmens in den ersten acht Wochen des laufenden Geschäftsjahres weitgehend stabil.


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