Trotz Umsatzplus: Birkenstock meldet erheblichen Gewinnrückgang
Der deutsche Schuhanbieter Birkenstock hat im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 trotz widriger Rahmenbedingungen und negativer Währungseffekte ein solides Umsatzplus erzielt. Der Gewinn gab allerdings erheblich nach. Das geht aus einem aktuellen Zwischenbericht hervor, den die an der New Yorker Börse notierte Muttergesellschaft Birkenstock Holding plc am Mittwoch veröffentlichte.
In den Monaten Januar bis März erreichte der Konzernumsatz demnach eine Höhe von 618,3 Millionen Euro. Das entsprach einem Wachstum um acht Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Bereinigt um Wechselkursveränderungen stiegen die Erlöse um 14 Prozent.
Im Großhandelsgeschäft erhöhte sich der Umsatz um neun Prozent (währungsbereinigt +15 Prozent) auf 471,7 Millionen Euro, der eigene Einzelhandel erzielte ein Plus von vier Prozent (währungsbereinigt +12 Prozent) auf 146,4 Millionen Euro.
Der Nahost-Konflikt bremst das Wachstum
Birkenstock konnte auch im abgelaufenen Quartal Zuwächse in allen Marktregionen erzielen. In Amerika stiegen die Erlöse um vier Prozent (währungsbereinigt +14 Prozent) auf 324,4 Millionen Euro. In der Region EMEA, die Europa, den Nahen Osten und Afrika umfasst, legte der Umsatz um zehn Prozent (währungsbereinigt +11 Prozent) auf 235,1 Millionen Euro zu. Allerdings bremste der Konflikt im Nahen Osten das Wachstum, weil er Lieferungen in die Region verhinderte und die Kauflaune in Europa dämpfte. Das Unternehmen bezifferte die daraus resultierenden Umsatzeinbußen auf etwa sechs Millionen Euro.
Überdurchschnittlich dynamisch entwickelte sich weiterhin der asiatisch-pazifische Raum mit einem Umsatzplus von 22 Prozent (währungsbereinigt +30 Prozent) auf 58,6 Millionen Euro.
Der Nettogewinn schrumpft um 22 Prozent
Negative Währungseffekte, höhere Zölle, ein ungünstigerer Vertriebskanalmix und die Auswirkungen der Übernahme des australischen Vertriebspartners ließen die Bruttomarge, die im Vorjahresquartal bei 57,7 Prozent gelegen hatte, auf 53,9 Prozent abrutschen. Dies führte dazu, dass sich das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um ein Prozent auf 198,3 Millionen Euro verringerte.
Der ausgewiesene Nettogewinn rutschte um 22 Prozent auf 81,9 Millionen Euro ab. Bereinigt um Sondereffekte verfehlte er das Niveau des Vorjahresquartals um zehn Prozent.
Das Management bestätigt die Jahresprognosen
Birkenstock-CEO Oliver Reichert hob hervor, dass sich das Unternehmen angesichts der zahlreichen Widrigkeiten im zweiten Quartal als „sehr widerstandsfähig“ erwiesen habe. Das währungsbereinigte Umsatzplus habe mit 14 Prozent trotz der schwierigen Rahmenbedingungen innerhalb des kurz- und langfristigen Zielkorridors gelegen.
So hielt das Management trotz der aktuellen Unsicherheiten an seinen Prognosen fest. Für das laufende Geschäftsjahr 2025/26 wird somit weiterhin ein währungsbereinigtes Umsatzplus von 13 bis 15 Prozent und eine um Sondereffekte bereinigte EBITDA-Marge im Bereich von 30,0 bis 30,5 Prozent erwartet.
ODER ANMELDEN MIT