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Trotz Umsatzrückgang: Calida Group macht 2025 Fortschritte beim Ergebnis

Der schweizerische Wäschekonzern Calida Holding AG musste im Geschäftsjahr 2025 weitere Umsatzeinbußen hinnehmen, konnte aber Fortschritte beim Ergebnis machen. Das geht aus einem Geschäftsbericht hervor, den die Muttergesellschaft der Marken Calida, Aubade und Cosabella am Donnerstag veröffentlichte.

CEO Thomas Stöcklin zeigte sich mit den Resultaten angesichts des „herausfordernden Marktumfelds“ insgesamt zufrieden.„Geopolitische Unsicherheiten, die amerikanische Handels- und Zollpolitik sowie eine verhaltene Konsumentenstimmung in unseren Kernmärkten beeinflussten die gesamte Branche“, erklärte er in einem Statement. „In diesem Umfeld zeigt die Calida Group strategische Disziplin und bewegt sich Schritt für Schritt in die gewünschte Richtung.“

Alle Konzernmarken müssen Umsatzeinbußen hinnehmen

Im vergangenen Jahr belief sich der Konzernumsatz aus fortgeführten Geschäftsbereichen – also ohne die Beiträge der im Sommer 2024 an Peugeot Frères Industrie verkauften Sparte Lafuma Mobilier – auf 215,9 Millionen Schweizer Franken (236,6 Millionen Euro). Das entsprach einem Rückgang um 6,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Bereinigt um Wechselkursveränderungen schrumpften die Erlöse um 5,0 Prozent.

Alle Konzernmarken mussten Umsatzeinbußen hinnehmen. Die Kernmarke Calida verzeichnete ein Minus von 3,4 Prozent (währungsbereinigt -2,4 Prozent) auf 145,1 Millionen Schweizer Franken. Die Erlöse von Aubade sanken um 8,6 Prozent (währungsbereinigt -7,1 Prozent) auf 58,0 Millionen Schweizer Franken, was nach Angaben des Unternehmens nicht zuletzt auf die schwache Konsumstimmung in Frankreich, dem Heimatmarkt des Labels, zurückzuführen war.

Beim US-Label Cosabella rutschte der Umsatz sogar um 26,4 Prozent (währungsbereinigt -21,9 Prozent) auf 12,8 Millionen Schweizer Franken ab. „Die Marke befindet sich weiterhin in einer intensiven Repositionierungsphase und unter strategischem Review“, heißt es in einer Mitteilung. Ein Turnaround „nahe an den operativen Break-even“ werde im Geschäftsjahr 2026 angestrebt.

Das Reformprogramm zeigt Wirkung

Trotz des Umsatzrückgangs machte der Konzern aufgrund der jüngsten Reformen Fortschritte beim Ergebnis. „Durch die konsequente Umsetzung von organisatorischen Massnahmen ist die Gruppe effizienter, agiler und zukunftssicher aufgestellt“, teilte der Konzern mit.

So stieg das Betriebsergebnis (EBIT) aus fortgeführten Geschäftsbereichen, das im Vorjahr bei 4,0 Millionen Schweizer Franken gelegen hatte, auf 9,0 Millionen Schweizer Franken. Die EBIT-Marge erhöhte sich dabei von 1,7 auf 4,2 Prozent. Der Nettogewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen wuchs von 0,5 auf 7,6 Millionen Schweizer Franken.

Das ausgewiesene auf die Anteilseigner entfallende Konzernergebnis sank von 14,9 auf 10,4 Millionen Schweizer Franken (11,4 Millionen Euro), was darauf zurückzuführen war, dass im vorherigen Geschäftsjahr höhere Einmaleinnahmen aus dem Verkauf von Lafuma Mobilier verbucht werden konnten.

Das Management hält an seinem strategischen Kurs fest

Das Management betonte, auch im laufenden Jahr an seinem Kurs festzuhalten, der eine zunehmenden „Premiumpositionierung der Marken“ sowie „die kontinuierliche Steigerung von Effizienz und Effektivität, mit Produktentwicklung und intensivierter Markenkommunikation als strategische Kernelemente“ vorsieht.

Diese Maßnahmen sollen im laufenden Jahr weitere Früchte tragen. „Kurzfristig wird für 2026 eine weitere Steigerung des operativen Gewinnbeitrags bei den Kernmarken Calida und Aubade und eine operative EBIT-Marge der Gruppe von über 6 Prozent erwartet“, erklärte der Konzern. „Während das operative Geschäft weiter optimiert wird, gilt es gleichzeitig, die Weichen für die nächste strategische Entwicklungsstufe zu stellen.“


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