Ein ausgewiesener China-Experte soll beim insolventen Schuhhersteller Ultrasonic AG retten, was zu retten ist. Am Freitag wurde der Rechtsanwalt Christoph Niering aus der Kanzlei Niering Stock Tömp vom Amtsgericht Köln zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

Niering verfügt über Erfahrungen mit chinesischen Unternehmen, die in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind. Er sei „bereits seit August des vergangenen Jahres als vorläufiger Insolvenzverwalter einer weiteren deutschen Holdinggesellschaft mit Konzerntöchtern in Hongkong bzw. China, der Youbisheng Green Paper AG, tätig und damit mit den sich aus der Konstellation ergebenden Problemstellungen vertraut“, teilte das Unternehmen mit.

Die Ultrasonic AG ist an der Frankfurter Börse notiert. Das in China beheimatete Unternehmen hatte in der vergangenen Woche Insolvenz anmelden müssen, nachdem die Banken trotz laufender Verhandlungen ausstehende Forderungen fällig gestellt hatten. In die Schlagzeilen geraten war Ultrasonic im vergangenen Herbst, als zwei chinesische Topmanager sich mit den liquiden Mitteln des Unternehmens abgesetzt hatten. Insolvenzverwalter Niering soll nun die seit Monaten laufenden Ermittlungen sowie die Verhandlungen mit den Kreditgebern fortsetzen. „Die vorerst unterbrochenen Gespräche mit den beteiligten Banken sollen zeitnah wieder aufgenommen werden“, teilte das Unternehmen mit.

 

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