Umbaukosten belasten Hugo Boss im ersten Quartal

Der Konzernumbau und die stärkere Ausrichtung auf das Internetgeschäft kosten den Modekonzern Hugo Boss weiter viel Geld. Zwar stieg der Umsatz im ersten Quartal 2019 leicht auf 664 Millionen Euro, wie der Konzern am Donnerstag in Metzingen mitteilte. Die hohen Ausgaben sorgten aber dafür, dass das operative Ergebnis mit 55 Millionen Euro ein gutes Fünftel unter dem des ersten Quartals 2018 lag. Unter dem Strich blieben 39 Millionen Euro - nach 50 Millionen Euro vor einem Jahr.

Vorstandschef Mark Langer sieht das Geld allerdings gut investiert. Die Investitionen würden dabei helfen, Prozesse zu beschleunigen und den Konzern effizienter zu machen. "Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir unsere Ziele für das Gesamtjahr und darüber hinaus erreichen werden", sagte Langer. Er geht weiterhin davon aus, dass Umsatz und Gewinn in diesem Jahr im einstelligen Prozentbereich zulegen werden.

Einen großen Anteil daran soll auch das Onlinegeschäft haben, das den Angaben zufolge derzeit deutlich stärker wächst als das Geschäft über Filialen oder Handelspartner. Langer war 2016 angetreten, um den Modekonzern wieder auf Erfolgskurs zu bringen. Er hatte die teure Ladenexpansion gestoppt und sich von unprofitablen Standorten getrennt.

Der Aktienmarkt regierte mit Enttäuschung, die Papiere verloren im frühen Geschäft rund 4 Prozent. Analystin Melanie Flouquet von der JPMorgan sprach in einer Schnelleinschätzung von einem merklich hinter ihren Schätzungen zurückgebliebenen operativem Gewinn (Ebit). Die Bedeutung des ersten Quartals sei für die Gewinne im Gesamtjahr zwar vergleichsweise gering, trotzdem dürfte es nun schwerer werden, den Ausblick für 2019 zu schaffen. (dpa)

Foto: Hugo Boss Herbst Winter 2019

 

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