UN startet Allianz für nachhaltige Mode

Gemeinsam mit verschiedenen Partnern haben die Vereinten Nationen am Donnerstag bei der UN-Umweltversammlung in Nairobi, Kenia, die ‘UN Alliance for Sustainable Fashion’ ins Leben gerufen. Die Allianz will die umwelt- und sozialzerstörenden Praktiken der Mode stoppen und weist darauf hin, dass die Modebranche der zweitgrößte Wasserverbraucher ist und für 8-10 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich ist - mehr als alle internationalen Flüge und die Seefahrt zusammen.

„Viele Menschen erliegen dem Kauf saisonaler Trends, die dann innerhalb weniger Monate weggeworfen werden, und es ist einfach nicht nachhaltig. Bei der Gründung der UN Sustainable Fashion Alliance haben wir nach Menschen gesucht, die neue Fasern entwickeln, die nachhaltig sind, eine geringe Wasserbelastung haben und die Umwelt dort, wo sie produziert werden, kaum belasten“, sagte UN Goodwill Botschafterin Nadya Hutagalung, Naturschützerin und Medienpersönlichkeit, bei der Einführung.

UN Alliance for Sustainable Fashion will umweltfreundliche Praktiken fördern

Teil der Veranstaltung war eine Reihe von „Instastories“ von 10 bis 20 Schlüsselakteuren für Nachhaltigkeit, die jeweils ihre Visionen für die Zukunft umweltfreundlicher Mode erläuterten. Interaktive Präsentationen wurden von Bekleidungsexperten zu den besten nachhaltigen Designs und Materialien gegeben.

Die UN Alliance for Sustainable Fashion wird derzeit von acht Mitgliedsorganisationen unterstützt, nämlich Connect4Climate, einer World Bank-Gruppe; der Internationalen Arbeitsorganisation; der ITC Ethical Fashion Initiative; dem UN Development Programme; der UN Economic Commission for Europe; UN Environment, UN Global Compact und der United Nations Office for Partnerships.

Die gemeinsame Plattform ist für UN-Organisationen gedacht, die daran arbeiten, Mode nachhaltig zu gestalten: So fördert beispielsweise die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation Blue Fashion, das nachhaltige Materialien aus den Weltmeeren verwendet und Ackerland schützt. Der International Trade Centre hat die Ethical Fashion Initiative ins Leben gerufen, um auf Kunsthandwerker aus den Entwicklungsländern aufmerksam zu machen, und die UN-Umweltorganisation fordert Regierungen auf, nachhaltige Herstellungspraktiken zu fördern.

“Die Forschung zeigt, dass die Mode viele Möglichkeiten bietet, Abfälle zu reduzieren und die Umwelt zu verbessern. Aber die Bekleidungsindustrie ist branchenübergreifend, und um diese Chancen voll zu nutzen, brauchen die Vereinten Nationen und ihre Partner einen integrierten Ansatz, der über die einzelnen Ziele der nachhaltigen Entwicklung hinausgeht", erklärte S.E. Siim Kiisler, Präsident der UN-Umweltversammlung, anlässlich der Einführung der Allianz.

Diese wird sich auch an einer Reihe bevorstehender Veranstaltungen wie dem SDG Investment Forum in Sao Paulo, Brasilien am 20. März beteiligen sowie dem 33. UN/CEFACT Forum in Genf am 1. April, der Conde Nast Internationalen Luxuskonferenz in Kapstadt, Südafrika, am 10. April und vielen mehr im Laufe des Jahres, um nachhaltige Mode zu fördern.

Foto: UN Alliance for Sustainable Fashion Website
 

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