US-Einzelhändler Sears stellt Insolvenzantrag

Der US-amerikanische Handelskonzern Sears Holdings Corporation musste der anhaltenden Nachfrageschwäche Tribut zollen. Am Montag teilte das Unternehmen mit, dass es einen Antrag auf Gläubigerschutz nach Kapitel 11 der US-amerikanischen Insolvenzordnung gestellt habe. Der Schritt sei ein Bestandteil des laufenden Restrukturierungsplans, erklärte der Konzern. Verhandelt werde derzeit auch über ein neues Finanzierungspaket. Die Geschäfte in den Filialen der Formate Sears und Kmart sollen vorerst weiterlaufen.

Das Verfahren nach Kapitel 11 gebe dem Unternehmen die nötige „Flexibilität, um seine Bilanz zu stärken“, erklärte Chairman Edward Lampert in einer Mitteilung. Damit könne der Konzern seine „strategische Transformation“ beschleunigen. Sears zeigte sich zuversichtlich, dass eine „erfolgreicher Reorganisation das Unternehmen und die Arbeitsplätze zehntausender Mitarbeiter retten wird“.

Ein Bestandteil des Sanierungsplans ist die Konzentration auf profitable Filialen. In diesem Zusammenhang kündigte der Konzern die Schließung von 142 weiteren verlustbringenden Standorten zum Jahresende an. Zuvor hatte Sears bereits erklärt, 46 Läden bis Ende November zu schließen.

Das Unternehmen gab außerdem einige personelle Veränderungen bekannt. So trat Edward Lampert mit sofortiger Wirkung vom Posten des CEO zurück und beschränkt sich nun auf seine Rolle als Chairman des Konzerns. Das Tagesgeschäft soll bis auf Weiteres ein Führungsteam leiten, das aus Finanzchef Robert Riecker, Leena Munjal (Chief Digital Officer, Customer Experience and Integrated Retail) und Gregory Ladley (President of Apparel and Footwear) besteht. Darüber hinaus bildete der Konzern einen Restrukturierungsausschuss und berief den Sanierungsexperten Mohsin Meghji zum Chief Restructuring Officer.

Foto: Sears Facebook-Page
 

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