US-Präsident Donald Trump will eine rasche Reform der Welthandelsorganisation (WTO) durchsetzen: Zunehmend wohlhabende Länder wie China oder Singapur dürften bei der WTO nicht mehr den vorteilhaften Status als Entwicklungs- oder Schwellenland genießen, forderte Trump am Freitag. Viele Länder seien im Licht der aktuellen Wirtschaftsentwicklung keine Entwicklungsländer mehr. «Das ist besonders dramatisch am Beispiel Chinas zu erkennen», so Trump.

Der US-Handelsbeauftragte soll sich um eine Einleitung der Reformen bemühen. Sollte dies nicht erfolgreich sein, könne er in drei Monaten verfügen, den Ländern, die seiner Meinung nach keine Entwicklungsländer mehr seien, jegliche Vorteile abzuerkennen. Die von Trump angeordnete WTO-Überprüfung könnte den Handelskonflikt mit China weiter eskalieren lassen. Vertreter der USA und Chinas werden sich nächste Woche in Shanghai zu neuen Handelsgesprächen treffen.

Wenn relativ wohlhabende Länder den Status eines Entwicklungslandes beanspruchen könnten, würde das auch jene ärmeren Länder benachteiligen, die tatsächlich eine besondere Behandlung verdienten, hieß es in der Anordnung Trumps weiter. Entwicklungsländer bekommen WTO-Richtlinien zufolge unter anderem mehr Zeit, um Vereinbarungen und Verpflichtungen umzusetzen. Zudem dürfen sie bestimmte Subventionen beibehalten, die wohlhabenderen Ländern verwehrt sind. (dpa)

 

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