USA: Handelsbilanz mit geringerem Defizit

Die USA haben im September ein spürbar niedrigeres Defizit im Außenhandel eingefahren. Das Defizit sei von 67,0 Milliarden US-Dollar im Vormonat auf 63,9 Milliarden Dollar gefallen, teilte das Handelsministerium am Mittwoch in Washington mit. Analysten hatten mit einem Defizit in dieser Größenordnung gerechnet.

Ausschlaggebend für die Entwicklung war, dass die Exporte deutlich stärker stiegen als die Importe. Die Exporte erhöhten sich auf Monatssicht um 2,6 Prozent auf rund 176 Milliarden Dollar, die Einfuhren stiegen um 0,5 Prozent auf gut 240 Milliarden Dollar. Das Handelsdefizit mit China ging ebenso zurück wie das Defizit mit Mexiko.

Das Handelsdefizit der USA ist chronisch. Es basiert auf einer strukturell höheren Wareneinfuhr gegenüber dem Warenexport. Die Vereinigten Staaten sind demnach ein typisches Nettoimportland. Sie können sich diesen Luxus leisten, weil ihnen das Ausland stetig Kredit zur Verfügung stellt. Die größten ausländischen Kreditgeber der USA sind China und Japan. Sie halten - abgesehen von der US-Notenbank Fed - die größten Bestände an US-Staatsanleihen. (dpa)

Bild: Kua Chee Siong / Singapore Press Holdings via AFP

 

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