Valentino-Fabrik brennt nieder, Konkurrent Prada bietet Unterstützung an

Die italienische Schuhfabrik The Valentino Shoes Lab (VSL) der Luxusmarke Valentino wurde Anfang April von einem Feuer verwüstet, wobei schätzungsweise 38.000 Paar Schuhe in der High-End-Produktionsstätte zerstört wurden.

Etwa 90 Prozent des Geländes brannten nieder. Der Schaden an Ausrüstung, Gebäuden und Produkten wird auf mehrere Millionen Euro geschätzt. Mitarbeiter wurden nicht verletzt. Die Fabrik in der Toskana beschäftigte 160 Arbeiter und stellte täglich 1.300 Schuhe her. Darunter auch die berühmten Nieten-Schuhe des Luxuslabels.

„Ich bin gerührt und bewegt von der Solidarität, die sich innerhalb unseres Unternehmens gebildet hat, und das nicht nur als unmittelbare Konsequenz nach dem verheerenden Feuer, das eine unserer herausragenden Produktionsstätten zerstört hat”, sagte Jacopo Venturini, CEO von Valentino. „Die Schnelligkeit, mit der wir in der Lage waren, einen effektiven Aktionsplan zu entwickeln, ist eine offensichtliche Folge der Zuneigung, die unsere Mitarbeiter dem Unternehmen entgegenbringen.“

Ziel sei es nun, ab dem nächsten Monat wieder mit der Produktion in Doppelschichten zu beginnen und in etwa das gleiche Tempo zu erreichen wie vor dem Vorfall. „Dieses Ziel ist durch verschiedene Initiativen möglich geworden, die es uns erlauben werden, einen guten Teil der saisonalen Bestellungen zu produzieren“, so Venturini weiter.

Das italienische Luxuslabel Prada, das eine Fabrik in der gleichen Gegend betreibt, gehörte zu den ersten, die dem römischen Modehaus Hilfe angeboten haben und eine Produktionsstätte in der Nähe zur Verfügung stellt. „Ich möchte mich auch von Herzen bei Patrizio Bertelli, dem CEO von Prada, bedanken, der sich sofort mit uns in Verbindung gesetzt hat, um seine Solidarität auszudrücken und indem er eine seiner Fabriken zur Verfügung gestellt hat, die nur wenige Kilometer von unserer Produktionsstätte entfernt ist“, sagte Venturini.

Das Ziel des Unternehmens sei es, in erster Linie „den Wert der Menschen zu schützen und zu steigern. Wir sind getröstet in dem Wissen, dass niemand verletzt wurde“, so Venturini weiter. Er erklärte, das Unternehmen konzentriere sich nun darauf, die Situation „auf die bestmögliche Weise zu managen, auch um die Produktionsaktivitäten der Produktionsstätte umzuprogrammieren, um die sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen zu minimieren.“

Dieser übersetzte Artikel erschien zuvor auf FashionUnited.uk.

Foto: Valentino

 

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