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Van de Velde: Wertberichtigungen lassen Jahresgewinn einbrechen

Von Jan Schroder

24. Feb. 2015

Der belgische Wäschekonzern Van de Velde NV hat das Geschäftsjahr 2014 mit einem soliden Umsatzplus abgeschlossen. Wertberichtigungen ließen den Nettogewinn allerdings um mehr als neunzig Prozent schrumpfen.

Nicht zuletzt dank deutlich höherer flächenbereinigter Retail-Erlöse in Deutschland (+14,8 Prozent) und den Niederlanden (+14,3 Prozent) konnte das Unternehmen, zu dem unter anderem Marken wie Primadonna, Marie Jo und Andres Sarda gehören, seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 8,7 Prozent auf 198,4 Millionen Euro steigern. Zudem trugen die Einführung der Bademodenkollektion des Labels Primadonna und die volle Konsolidierung der früheren Filialen des niederländischen Wäschefilialisten Donker, die im Frühjahr 2013 übernommen worden waren, zum Umsatzwachstum bei. Auch das operative Ergebnis (EBIT) entwickelte sich positiv: Es wuchs um 25,8 Prozent auf 49,5 Millionen Euro.

Probleme bereitete allerdings die US-Tochter Intimacy, deren Umsatz um 16 Prozent zurückging. Das Handelskonzept schrieb zudem operativ rote Zahlen. „Diesen Mittelabfluss werden wir nicht weiter zulassen“, erklärte das Unternehmen. Der Konzern sah sich bereits veranlasst, den Markenwert von Intimacy auf null zu setzen. Die entsprechenden Wertberichtigungen drückten den ausgewiesenen Jahresüberschuss von Van de Velde um 31,4 Millionen Euro. Demzufolge sank der auf die Anteilseigner entfallende Nettogewinn um 92,2 Prozent von 31,8 auf 2,5 Millionen Euro. Bereinigt um Sonderfaktoren wäre er um 3,2 Prozent auf 32,9 Millionen Euro gestiegen.

Für die erste Hälfte des laufenden Geschäftsjahres rechnet Van de Velde angesichts höherer Auftragseingänge bei den Frühjahr/Sommer-Kollektionen mit einem Umsatzzuwachs im Großhandelsgeschäft. Außerdem geht das Management davon aus, dass die Einzelhandelserlöse in Deutschland und den Niederlanden weiter steigen. Auch in Großbritannien strebt das Unternehmen erneut Zuwächse an, diese seien aber „schwerer zu erreichen als auf dem Kontinent“.