Vaude erreicht Klimaziel für 2030 bereits fünf Jahre früher

Anlässlich des diesjährigen Earth Overshoot Day, der am 30. Juli anzeigte, dass die Menschheit rechnerisch alle natürlichen Ressourcen für dieses Jahr bereits aufgebraucht hat, meldet deutsche Outdooranbieter Vaude neue Fortschritte bei seiner Klimabilanz. Der Outdoor-Ausrüster hat seine weltweiten Treibhausgasemissionen seit 2019 um 51 Prozent reduziert und damit sein wissenschaftsbasiertes Klimaziel für 2030 bereits fünf Jahre früher erreicht.

Nach Angaben des Unternehmens sanken die Emissionen von rund 27.500 auf etwa 13.500 Tonnen CO₂-Äquivalente. Gleichzeitig stieg der Umsatz im Vergleich zum Basisjahr um 19 Prozent. Damit sei es gelungen, wirtschaftliches Wachstum und Emissionsentwicklung weiter voneinander zu entkoppeln.

Die Klimaziele von Vaude. Credits: Vaude

Den größten Beitrag zur Emissionsreduktion leistet laut Vaude die Lieferkette. Durch den Ausbau erneuerbarer Energien und Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz bei Produktionspartnerbetrieben konnten die energiebedingten Emissionen in der Herstellung seit 2019 um 71 Prozent gesenkt werden. Hinzu kommt der verstärkte Einsatz recycelter und biobasierter Materialien. Rund 45 Prozent der aktuellen Kollektion bestehen bereits zu mindestens 85 Prozent aus entsprechenden Materialien, wodurch die produktbezogenen Emissionen um 31 Prozent zurückgingen.

Auch am Unternehmenssitz in Tettnang wurden die Emissionen deutlich reduziert. Im Vergleich zu 2019 sanken sie um 81 Prozent. Drei Viertel der Fahrzeugflotte sind inzwischen elektrisch unterwegs, der Strom stammt vollständig aus erneuerbaren Energien.

Mit der vorzeitigen Erreichung des SBTi-Klimaziels sieht Vaude den Transformationsprozess jedoch nicht als abgeschlossen. Das Unternehmen hält an seinem Ziel fest, bis 2040 Netto-Null-Emissionen zu erreichen.


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