Vingino Group: Übernahme macht CEO optimistisch
Die Nachricht über die Übernahme der niederländischen Vingino Group, zu der die Marken Vingino und Raizzed gehören, wurde erst Anfang Dezember 2025 bekannt gegeben. Der Deal war jedoch schon seit Monaten in Vorbereitung, wie sich im Gespräch von FashionUnited mit Group CEO Jan van den Berg herausstellt. Von diesem Deal profitiert nicht nur die niederländische Gruppe, sondern auch das US-Unternehmen, das dadurch erhebliche Unterstützung für seine Aktivitäten in Europa erhält.
Die Vingino Group und Centric Brands kennen sich schon länger. Die niederländische Gruppe besaß die Lizenz für Produkte von Lionel Messi. Centric Brands wollte diese Lizenz übernehmen. „Damals sind wir mit ihnen in Kontakt gekommen und haben eine Zusammenarbeit begonnen.“ Im August 2024 wandte sich der CEO von Centric Brands an die Vingino Group mit den Worten: „Ich würde Ihr Unternehmen sehr gerne kaufen“. Das war keine Überraschung. Van den Berg hatte nämlich schon vor drei Jahren erklärt, dass die Vingino Group entweder Marken übernehmen oder selbst übernommen werden müsse. „Ich finde, dass die Menschen mehr zusammenarbeiten sollten. Als einzelne Monomarken werden wir es nicht schaffen.“
Deal war schon länger in Vorbereitung
Die Gespräche begannen dann im Jahr 2024. Daraus resultierte ein Deal, von dem beide Parteien profitieren. Die finanziellen Details wurden nicht bekannt gegeben. Die Vingino Group wird langfristig vollständig in Centric Brands integriert. Sie erhält Unterstützung für die Marken Vingino und Raizzed. Die Organisation in den Niederlanden bleibt vorerst unverändert. Es gibt jedoch Pläne, mit dem Unternehmen nach Amsterdam umzuziehen. Für den CEO der Vingino Group bedeutet dies, dass er die Rolle des Managing Director Kids EMEA bei Centric Brands übernehmen wird. „Eine ähnliche Rolle, die ich jetzt bei Vingino innehabe“, so der Topmanager.
Vingino und Raizzed streben mit der Hilfe von Centric Brands weiteres internationales Wachstum an. Van den Berg erklärt, dass es in Westeuropa nur noch wenige weiße Flecken gibt. Daher wird der Blick über die Grenzen hinaus gerichtet. „Eine Zusammenarbeit mit Centric Brands öffnet dann viele Türen.“
Centric Brands wiederum gewinnt einen Partner, um die Kids-Division weiter zu stärken. In der Pressemitteilung von Anfang Dezember schreibt Centric Brands, dass dieser Deal die globale Präsenz des Unternehmens vergrößert. Zudem wird die Reichweite im ‚schnell wachsenden Kindermodesegment‘ erweitert.
„Wir sind für sie ein Tor nach Europa. Sie hatten für die Kids-Abteilung kein Büro in Europa.“ Die Vingino Group übernimmt daher die Verantwortung für vier neue Marken. Sie wird als integraler Partner innerhalb von Centric für die Kids-Division in der gesamten EMEA-Region verantwortlich sein. Diese umfasst Europa, den Nahen Osten und Afrika. „Einige Marken von Centric Brands hatten bereits europäische Partner:innen, diese übernehmen wir also vorerst nicht.“ Centric Brands verwaltet über 100 Lizenzen. Dazu gehören unter anderem Lizenzen für Calvin Klein; Tommy Hilfiger; Coach; Kate Spade; Michael Kors und Vince. Die Marken, deren Kinderlinien nun unter die Fittiche von Van den Bergs Team kommen, sind Under Armour; Off White; Lab Off White und Accessoires von Disney. Die Vingino Group wird nicht für Design und Produktion verantwortlich sein, stellt Van den Berg klar.
Niederländisches Know-how in der Kindermode stärkt Gruppe
Ein weiterer wichtiger Grund für die Zusammenarbeit mit der Vingino Group ist deren Styling-Kompetenz. Die Vingino Group pflegte mit ihren eigenen Marken einen gewagteren Stil für Kinder. Das gefiel Centric Brands, so Van den Berg. In der Pressemitteilung vom Dezember lobt die Gruppe das niederländische Unternehmen unter anderem für seine ‚Design- und Einkaufskompetenz‘.
Als FashionUnited mit Van den Berg telefoniert, ist der CEO gerade von einer Reise nach New York mit mehreren Designer:innen zurückgekehrt. „Wir sind dorthin gereist, um Synergien im Styling zu finden. Wir wollten sehen, wie wir verschiedene regionale Einflüsse zusammenbringen können. Welche Styling-Elemente können sie in Amerika anwenden?“ Van den Berg stellt sich daher einen zentralen Design-Hub für Kindermode vor.
Partner:innen der Vingino Group werden nach Bekanntgabe des Deals zunächst keine großen Veränderungen bemerken. „Wir haben bereits zusätzliche Marken in unserem Portfolio. Darüber werden nun alle informiert“, erklärt der CEO. Langfristig könnten weitere Marken hinzukommen, so Van den Berg. Er strebt ein Portfolio von insgesamt zehn oder 15 Marken an. Eine weitere spürbare Veränderung ist die vollständige Integration der Vingino Group in Centric Brands. Daher wird sich auch der Name am Firmengebäude ändern. Wann genau dies geschehen wird, ist noch unklar.
Klar ist jedoch, dass für die Vingino Group ein neues Kapitel beginnt. Auf die Frage, wie dieses Kapitel aussieht, antwortet Van den Berg schlicht und optimistisch: „Rosig!“
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