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Walbusch-Gruppe: Ausbau von Wholesale, Retail und Marktplatzgeschäft

Die Solinger Walbusch-Gruppe, zu der die beiden Bekleidungsmarken Walbusch und Mey & Edlich sowie der Versender Avena gehören, hat das Geschäftsjahr 2025 zum Stichtag 31. Dezember 2025 mit einem Umsatz von 387,2 Millionen Euro und einem leichten Umsatz-Defizit von minus 2,4 Prozent abgeschlossen. Grund dafür sei eine schwache Frühjahr-Sommer-Saison gewesen, die übers Jahr nicht kompensiert werden konnte.

Um neues Wachstum zu generieren, arbeitet das Familienunternehmen weiter an der Transformation ihres Geschäftsmodells und der Modernisierung der Infrastruktur.

Weniger Abhängigkeit vom Kataloggeschäft

Bis 2034, dem 100. Jubiläum der Kernmarke Walbusch, wolle man die Marke als internationale Fashion Brand etablieren, so das Ziel. Dafür habe man schon in den letzten beiden Jahren Sortiment und Markenwahrnehmung gestärkt. „Jetzt sind wir im Modehandel wirklich wettbewerbsfähig und scheuen uns nicht, unsere Marke im direkten Konkurrenzumfeld zu präsentieren“, sagt Marcus Leber, Geschäftsführer Marketing, Sortiment und Vertrieb. Er bezieht sich darauf, dass die Gruppe im Kataloggeschäft groß geworden ist, diese Abhängigkeit aber künftig reduzieren will. Stattdessen sollen die Umsätze aus Filialgeschäft, Wholesale und Online-Marketplace ausgebaut werden.

Ausbau von Wholesale und Retail-Netz

Ziel ist die Umsetzung einer Multi-Touchpoint-Strategie. So sollen das Retail-Netzes aus bislang 47 Walbusch-Stores um weitere Standorte ergänzt werden. 2026 sollen deutschlandweit insgesamt vier bis fünf neue Filialen eröffnet werden. Ab 2027 soll die Geschwindigkeit auf fünf bis zehn neue Filialen pro Jahr erhöht werden. Die Männermarke Mey & Edlich wird im März 2026 die erste Filiale in der Ehrenstraße in Köln eröffnen. Für die zweite Jahreshälfte sind zwei weitere Stores geplant, ab 2027 sollen fünf Standorte pro Jahr hinzukommen, heißt es.

Zudem will die Gruppe ihre Wholesale-Aktivitäten ausbauen. Im Frühjahr 2026 soll die Marke Walbusch erstmals eine eigene Fläche im Modehaus Hagemeyer in Minden eröffnen. Für das internationale Wachstum fokussiert sich Walbusch auf Österreich und die Schweiz, 2026 soll zudem die erste Pilotfiliale in den Niederlanden entstehen. Auch der Start ins Marktplatzgeschäft erfolgt noch in diesem Jahr mit dem Launch auf Otto.de zum Auftakt der Herbst/Winterkollektion 2026.

Ausbau und Modernisierung von IT und Infrastruktur

Die Basis für das geplante Wachstum bilden umfangreiche Investitionen in Infrastruktur und Prozesse. Frank Reuber, kaufmännischer Geschäftsführer sagt: „Wir werden in den nächsten zwei Jahren modernste IT-Lösungen in den Kernbereichen integrieren und die Lager-Infrastruktur ausbauen und modernisieren. Dies sorgt für mehr Effizienz und Flexibilität entlang der gesamten Wertschöpfungskette.“ Neben den Investitionen in das hypermoderne Logistikzentrum Ravenna Park in Halle treibt das Unternehmen die Modernisierung der Logistik am Standort Solingen sowie die IT-Landschaft weiter voran.


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