Nach dreitägigen Verhandlungen steht die Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation (WTO) vor einem ergebnislosen Abschluss. «Wir sind enttäuscht, dass wir nicht mehr Fortschritte zu konkreten Ergebnissen erreichen konnten», sagte WTO-Sprecher Keith Rockwell vor Beginn der letzen Verhandlungsrunde in Buenos Aires. Die Gespräche liefen am Mittwoch auf Hochtouren, um wenigstens eine gemeinsame Erklärung der Handelsminister der 164 Mitgliedstaaten abgeben zu können. Die Konferenz sollte bis Mittwochabend (Ortszeit) dauern.

Handfeste Vereinbarungen in den Hauptthemen der 11. WTO-Ministerkonferenz wie illegale Fischerei, Agrarwirtschaft und Online-Handel werden bereits seit Dienstag ausgeschlossen. «Eine Abkommen-Lawine wird es offensichtlich nicht geben», sagte Rockwell. Sogar die Abschlusserklärung stehe in Frage, weil ein Mitgliedsstaat sich weigerte, die im Dokument vorgeschlagene Unterstützung des multilateralen Handelssystems und der Bedeutung der Entwicklungsfrage mitzutragen. Rockwell antwortete nicht auf die Frage, ob es sich bei dem Staat um die USA handelt.

Der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer reiste bereits vor Abschluss der Verhandlungen aus Argentinien ab. Am Montag hatte er zum Auftakt der Konferenz die WTO hart kritisiert, weil sie selbst ernannten Entwicklungsländern unfaire Vorteile gewähre. (dpa)

 

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