Zalando steigert Quartalsumsatz um fünf Prozent

Der Berliner Online-Modehändler Zalando SE konnte im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 seinen Umsatz weiter steigern. Laut einem am Dienstag veröffentlichten Zwischenbericht machte das Unternehmen auch beim bereinigten Betriebsergebnis Fortschritte. Unter dem Strich standen allerdings rote Zahlen.

Im Zeitraum von Juli bis September belief sich der Konzernumsatz auf 3,17 Milliarden Euro. Das entsprach einer Steigerung um 5,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Das Bruttowarenvolumen (GMV) wuchs um 7,5 Prozent auf knapp 4,54 Milliarden Euro.

Sondereffekte belasten das Ergebnis

Das ausgewiesene Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank aufgrund hoher Einmalbelastungen um 73,3 Prozent auf 13,1 Millionen Euro. Bereinigt um Sondereffekte stieg es allerdings um 10,6 Prozent auf 106,5 Millionen Euro. Gründe für die Verbesserung waren nach Angaben des Unternehmens unter anderem „niedrigere Fulfilment-Kosten, Synergien aus der About-You-Integration, die im Quartal einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag erreichten, sowie ein starkes B2B-Wachstum“.

Der Nettoverlust lag bei 18,0 Millionen Euro, nachdem das Unternehmen im Vorjahreszeitraum noch einen Überschuss in Höhe von 12,5 Millionen Euro erzielt hatte.

Chief Financial Officer (CFO) Anna Dimitrova hob die positiven Entwicklungen in den vergangenen Monaten hervor. „Nach einem Jahr macht die Integration von About You gute Fortschritte und wir behalten unser Tempo bei der Realisierung von Synergien bei“, erklärte sie in einem Statement. „Gleichzeitig beschleunigen wir unseren Wandel hin zu einem Plattform-Modell. Unser Partnergeschäft und Retail Media wachsenzweistellig, während der B2B-Umsatz um fast 28 Prozent zulegte.“

Die Jahresprognosen bleiben unverändert

In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres lag der Konzernumsatz damit bei knapp 9,60 Milliarden Euro, was ein Wachsrum um 16,0 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeutete. Großen Anteil an der deutlichen Verbesserung hatte die Übernahme des E-Commerce-Unternehmens About You, die am 11. Juli 2025 vollzogen worden war. Das GMV stieg um 16,2 Prozent auf 13,7 Milliarden Euro. Das um Sondereffekte bereinigte EBIT legte um 14,5 Prozent auf 376,2 Millionen Euro zu.

Belastet wurde das Ergebnis allerdings durch Restrukturierungskosten in Höhe von 197,0 Millionen Euro. Diese resultierten nach Angaben des Unternehmen hauptsächlich auf Kosten „im Zusammenhang mit der Schließung unseres Logistikzentrums in Erfurt im Zuge der Neugestaltung unseres Logistiknetzwerks sowie auf weitere Maßnahmen zur Steigerung der strukturellen Effizienz, insbesondere in unserer Zentrale in Berlin sowie in unseren Studios und Outlets“.

So sank das ausgewiesene EBIT um 79,4 Prozent auf 44,5 Millionen Euro. Der Nettoverlust lag in den ersten neun Monaten bei 31,8 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte Zalando einen Nettogewinn von 119,0 Millionen Euro verbucht.

Die aktuellen Zahlen gaben dem Management keinen Anlass, die aktuellen Jahresprognosen zu ändern. Für 2026 rechnet der Konzern damit weiterhin mit Zuwächsen beim GMV und Umsatz „in der unteren Hälfte der Spanne von 12 bis 17 Prozent“ sowie einem bereinigten EBIT im Bereich von 680 bis 720 Millionen Euro.


ODER ANMELDEN MIT
Zalando
Zalando SE