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Zara launcht erste Kollektion mit Infinited Fiber Company

Von Regina Henkel

13. Mai 2022

Business

Infinited Fiber x Zara; Photo: Zara

Die zum spanischen Modekonzern gehörende Modekette Zara hat ihre erste Kapselkollektion mit der Infinited Fiber Company herausgebracht. Diese aktuell dreiteilige Kollektion aus Blazer, Rock und Kleid besteht zu 60 Prozent aus Fasern, die aus recycelten Kleidungsabfällen hergestellt wurden. Die meisten dieser Abfälle, so das Unternehmen auf seiner Website, stammen aus dem eigenen Altkleidersammelprogramm.

Die Infinited Fiber Company ist eine Mode- und Textiltechnologiegruppe aus Finnland, die eine Lösung entwickelt hat, wie zellulosereiche Materialien, wie beispielsweise Altkleider, wieder in eine Textilfaser umgewandelt werden können. Derzeit arbeitet das Unternehmen am Bau seiner ersten Fabrik, die laut Zara voraussichtlich 2025 ihre erwartete Produktionskapazität erreicht haben wird. „Wir bei Zara glauben, dass diese Technologie die Branche verändern wird. Deshalb haben wir eine dreijährige Verpflichtung zum Kauf von 30 Prozent der Jahresproduktion von Infinited Fiber unterzeichnet“, schreibt Zara auf seiner Website.

Zum Recycling-Vorgang schreibt Zara, dass baumwollreiche Textilien zuerst in ein Zellulosepulver und dann in eine honigartige Flüssigkeit umgewandelt werden. Verbleibende Verunreinigungen, wie Elasthan, werden herausgefiltert. Die Zellulose kann dann weiter verarbeitet und im Nassspinnverfahren – wie beispielsweise bei Viskose - zu neuen Faserfilamenten namens Infinna-Faser versponnen werden.

Laut Materialzusammensetzung der Zara-Kapselkollektion besteht das Kleid zu 60 Prozent aus Viskose, zu 37 Prozent aus Lyocell und zu drei Prozent aus Elasthan.

Infinited Fiber x Zara ist die zweite Kollaboration des Sustainability Innovation Hub von Zara, durch den in verschiedenen Projekten am Thema Nachhaltigkeit gearbeitet wird. Zu den Nachhaltigkeitszielen der Marke gehört beispielsweise, bis 2022 mindestens 50 Prozent aller im Jahr 2022 verkauften Artikel nach den eigenen Join-Life-Standards herzustellen. 2023 sollen alle Abfälle, die in der Zentrale, in den Logistikzentren und in den Filialen anfallen, wiederverwendet oder recycelt werden.