Zegna legt 2025 beim Gewinn kräftig zu und bestätigt strategischen Kurs
Die italienische Ermenegildo Zegna Group hat im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 1,9 Milliarden Euro erzielt. Dies entspricht einem organischen Wachstum von 1,1 Prozent, während der ausgewiesene Umsatz um 1,5 Prozent zurückging, wie der Mutterkonzern der Marken Zegna, Thom Browne, Tom Ford am Freitag verkündete. Der Nettogewinn stieg hingegen deutlich auf 109,5 Millionen Euro und lag damit um 20 Prozent über dem Vorjahreswert von 90,9 Millionen Euro. Zu dieser Entwicklung trugen insbesondere höhere Finanzerträge sowie Währungsgewinne in Höhe von 41,5 Millionen beziehungsweise neun Millionen Euro bei. Begünstigt wurde das Ergebnis zudem durch günstige Wechselkurse und einen niedrigeren effektiven Steuersatz von 22 Prozent gegenüber 30 Prozent im Jahr 2024.
Der Umsatz verteilte sich auf die drei Marken des Konzerns, wobei die Kernmarke Zegna mit 1,18 Milliarden Euro ein Wachstum von 1,5 Prozent verzeichnete. Tom Ford Fashion steuerte 317,1 Millionen Euro bei und legte um 0,8 Prozent zu, während Thom Browne mit 268,5 Millionen Euro einen deutlichen Rückgang von 14,7 Prozent hinnehmen musste und damit die Gesamtentwicklung belastete.
Das operative Ergebnis (Ebit) belief sich auf 163 Millionen Euro. Nach Bereinigung um Rückstellungen in Höhe von zehn Millionen Euro für erwartete Kreditverluste im Zusammenhang mit dem Chapter-11-Verfahren von Saks Global lag das Ebit bei 173 Millionen Euro. Die Bruttogewinnmarge verbesserte sich auf 67,5 Prozent nach 66,6 Prozent im Vorjahr, während der Bruttogewinn mit 1,294 Milliarden Euro nahezu stabil blieb. Der Betriebsgewinn ging hingegen auf 139,5 Millionen Euro zurück, verglichen mit 166,9 Millionen Euro im Jahr 2024.
Die Vertriebs-, allgemeinen und Verwaltungskosten stiegen auf 1,03 Milliarden Euro, was 53,9 Prozent des Umsatzes entspricht, gegenüber 1,01 Milliarden Euro beziehungsweise 51,8 Prozent im Vorjahr. Der Anstieg ist vor allem auf Investitionen in Personal, höhere IT-Ausgaben sowie den weiteren Ausbau des Einzelhandelsnetzes zurückzuführen. Zusätzlich wirkten sich Rückstellungen im Zusammenhang mit Saks Global sowie ein negativer operativer Hebel infolge schwächerer Umsätze, insbesondere bei Thom Browne, belastend aus. Die Marketingausgaben blieben mit 120,7 Millionen Euro nahezu auf Vorjahresniveau und entwickelten sich im Verhältnis zum Umsatz stabil.
Deutlich verbessert hat sich die Finanzlage der Gruppe: Zum 31. Dezember 2025 wies das Unternehmen eine Nettoliquidität von 52 Millionen Euro aus, nachdem ein Jahr zuvor noch eine Nettofinanzverschuldung von 94 Millionen Euro bestanden hatte. Vor diesem Hintergrund schlug die Gruppe eine Dividende von 0,12 Euro je Stammaktie vor. Laut Executive Chairman Ermenegildo 'Gildo' Zegna spiegeln die Ergebnisse eine Strategie wider, die auf gezieltes Wachstum, solide Cash-Generierung und konsequente Umsetzung ausgerichtet ist. Trotz eines weiterhin herausfordernden Marktumfelds sieht sich das Unternehmen finanziell gestärkt und flexibel aufgestellt. Für das laufende Jahr verweist das Management jedoch auf anhaltende Unsicherheiten, insbesondere durch geopolitische Entwicklungen im Nahen Osten, die die Nachfrage im Luxussegment beeinträchtigen könnten. Ungeachtet dessen hält die Gruppe an ihren Zielen bis 2027 fest und will ihren strategischen Kurs fortsetzen. Die Ergebnisse für das erste Quartal 2026 sollen am 30. April veröffentlicht werden.
Weiterentwicklung aller Marken in Fokus
Im Rahmen einer Telefonkonferenz mit Analyst:innen betonte das Unternehmen, dass die strategische Ausrichtung des Unternehmens die Grundlage für die aktuelle Geschäftsentwicklung bilde und zunehmend den zukünftigen Kurs bestimme. Trotz eines komplexen Marktumfelds bleiben gezieltes Wachstum, solide Cash-Generierung und die konsequente Umsetzung der Unternehmenspläne zentrale Prioritäten. Der Nahe Osten wird weiterhin als wichtige Region betrachtet, auch wenn kurzfristige Anpassungen aufgrund geopolitischer Entwicklungen notwendig sind.
Parallel dazu treibt die Gruppe die Weiterentwicklung ihrer Marken voran. Für Thom Browne ist eine Modenschau am 22. Juni in Mailand geplant. Zudem wurde zuletzt eine gemeinsame Sneaker-Kooperation mit Asics vorgestellt. Bei Tom Ford Fashion wurde die jüngste Kollektion unter der kreativen Leitung von Haider Ackermann in Paris präsentiert und als gestalterischer Dialog zwischen Gegensätzen inszeniert.
Auch die Kernmarke Zegna baut ihre Positionierung als Lifestyle-Marke weiter aus. Die in Mailand gezeigte Kollektion unter der Leitung von Alessandro Sartori griff auf Archive und persönliche Elemente der Unternehmerfamilie zurück. Ergänzend dazu erweitert das Unternehmen sein Portfolio im Duftsegment mit der Linie „Memorie“, die als „olfaktorische Garderobe“ konzipiert ist.
Darüber hinaus engagiert sich die Gruppe verstärkt im kulturellen Bereich. So ist Zegna offizieller Sponsor des italienischen Pavillons auf der Kunstbiennale Venedig 2026. Begleitend dazu ist eine Ausstellung der Künstlerin Chiara Camoni in der Oasi Zegna geplant.
International setzt das Unternehmen zudem auf exklusive Events zur Stärkung der Kundenbindung. So wird die Sommerkollektion 2027 von Zegna am 5. Juni in Los Angeles außerhalb des Kalenders der Mailänder Modewoche präsentiert, begleitet von der Eröffnung eines temporären Privatclubs, der „Villa Zegna“.
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