Zero lässt Insolvenzverfahren erfolgreich hinter sich

Der Sanierungsprozess des Bremer Modeunternehmens Zero war erfolgreich und das Unternehmen konnte das Insolvenzverfahren, das im April 2016 eröffnet wurde, hinter sich lassen. Dies gab Zero in einer Pressemitteilung vom heutigen Donnerstag bekannt.

Darin gaben die Insolvenzverwalter der Zero Unternehmensgruppe Malte Köster und Tim Beyer bekannt, dass die Modehandelsexperten Urs-Stefan Kinting und Viktor Seuwen als neue Investoren bei Zero einsteigen werden. Beide waren zuvor bei mehreren namhaften Unternehmen in der Textil- und Bekleidungsbranche in unterschiedlichen Funktions- und Führungspositionen tätig. Die entsprechende Vereinbarung zur Übernahme wurde bereits unterzeichnet; über den Kaufpreis und die finanziellen Details der Transaktion wurde jedoch Stillschweigen vereinbart.

„Nachdem sich eine erste Vereinbarung zur Übernahme aufgrund der veränderten gesetzlichen Regelungen zur Versteuerung von Sanierungsgewinnen nicht umsetzen ließ, haben wir die Gespräche mit Interessenten parallel zur laufenden Restrukturierung bei Zero wiederaufgenommen. Im Zuge dessen entwickelte sich auch der Ansatz für eine Übernahme durch das Interimsmanagement. Die jetzt erzielte Lösung ist unternehmerisch zielführend und berücksichtigt die Interessen der Gläubiger. Zero ist ein Paradebeispiel für ein erfolgreiches Insolvenzverfahren und das konstruktive Zusammenwirken aller Beteiligten“, kommentierte Köster in der Pressemitteilung.

Die Vereinbarung zur Übernahme sieht die Fortführung des laufenden Geschäfts bei Zero vor und schließt die Übernahme der über 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein. Diese wurden bereits entsprechend informiert. Zudem wird der Hauptsitz in Bremen beibehalten. Die Gläubigerausschüsse haben ihre Zustimmung zur Transaktion bereits erteilt.

Kinting und Seuwen waren zu Beginn des Insolvenzverfahrens als ausgewiesene Branchenexperten von den Insolvenzverwaltern interimsmäßig als Manager für das operative Geschäft hinzugezogen worden. Gemeinsam wurden die Stabilisierung und Restrukturierung der Unternehmensgruppe vorangebracht und wichtige Weichenstellungen für eine erfolgreiche Neuausrichtung vorgenommen.

„Zu Beginn unserer Tätigkeit hätten wir uns nicht vorstellen können, selbst als Unternehmer bei Zero aktiv zu werden. Das hat sich im Laufe der Arbeit im Unternehmen geändert. Bei Zero ist noch viel Arbeit zu erledigen. Aber die Marke hat großes Potenzial und die einzigartige Positionierung im Markt, die auf der Weitsicht der Gründer basiert, bietet spannende Perspektiven. Das hat uns gereizt. Nach vielen Jahren als Berater und Manager in der Modebranche gehen wir jetzt zusammen den Schritt ins Unternehmertum. Die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit und der Zusammenhalt innerhalb der Zero-Familie waren für uns wichtige Faktoren beim Entscheidungsprozess ein Angebot zur Übernahme des Unternehmens abzugeben. Letztendlich kam der entscheidende Impuls aus der Belegschaft. Jetzt freuen wir uns darauf, die Neuausrichtung von Zero gemeinsam weiter voranzutreiben und das Unternehmen auf einen nachhaltigen Erfolgskurs zu bringen“, erklärten Kinting und Seuwen.

Zero ist einer der Pioniere im deutschen Modehandel und heute einer der führenden vollvertikalen Systemanbieter im textilen Bekleidungshandel für Damenoberbekleidung. Das Unternehmen wurde 1967 gegründet, und entwirft, produziert und vertreibt Damenmode in eigenen Geschäften, online sowie in Shop-in-Shop-Kooperation.

Zero betreibt derzeit rund 320 Flächen mit Partnern im Modeeinzelhandel in Deutschland und Österreich sowie rund 70 eigene Zero-Filialen. Aktuell beschäftigt die zero Gruppe über 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und erzielt einen Jahresumsatz von rund 100 Millionen Euro.

Foto: Zero Website
 

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