5 Takeaways für die Zukunft des physischen Retails

Der Retail entwickelt sich in einer nie dagewesenen Geschwindigkeit. Mit Blick in die Zukunft und am Puls der Zeit arbeitet Liganova mit Lifestyle-Marken und Innovatoren zusammen, um diesen Entwicklungen entgegenzutreten. Wir haben dabei fünf zentrale Aspekte für den Retail von morgen identifiziert, dessen Fokus zunehmend auf Community, dem richtigen Fingerspitzengefühl, Dynamik und vor allem der Experience liegen wird.

1. Communities sind die neuen Zielgruppen

Der Begriff Community ist längst nicht mehr auf die physische Realität und ihre geographischen Grenzen beschränkt. Menschen aus aller Welt können mittlerweile Gemeinsamkeiten und ähnliche Identitäten entdecken und ihre Interessen miteinander teilen. Eine neue Denkweise entwickelt sich in der Gesellschaft, die den Begriff Community an Bedeutung, Tiefe und Wichtigkeit gewinnen lässt. Dass die Menschheit das Gemeinschaftserlebnis sucht und für ihr Wohlergehen braucht, ist nicht neu. Neu ist aber die Rolle, die Marken dabei einnehmen: Sie fungieren als „Leader“ beim Aufbau „echter“ Communities mit Tiefgang sowie mit emotional und ästhetisch starken Symbolen.

2. Nahtlose Verbindung von Technologie und Infrastruktur

Technologien sind mittlerweile so weit entwickelt und allgegenwärtig, dass sie sich nicht mehr deutlich von anderen Lebensaspekten abheben. Im Silicon Valley gibt es dafür bereits einen Begriff: Shytech. Während in Europa der Schwerpunkt immer noch auf der technischen Entwicklung als Ingenieurleistung liegt, hat sich in den USA längst eine digitale Lifestyle-Kultur etabliert, die den Fokus auf die Lösung spezifischer Probleme und konkrete Use-Cases legt. Und dementsprechend wird eine nahtlos in die Infrastruktur integrierte Technologie einen Kernaspekt des physischen Retails der Zukunft bilden. Unternehmen und Marken werden diesbezüglich kreativ werden müssen. So ist beispielsweise Digital Signage teuer, passiv und bringt dem Kunden keinen wirklichen zusätzlichen Nutzen. Ein erfolgreicher Retail-Store der Zukunft setzt also auf diskrete und unaufdringliche Technologie, die im Hintergrund die In-Store-Experience bereichert.

3. Nicht alle Produkte werden im stationären Retail noch erhältlich sein (müssen)

Dank sich stetig verbessernder Liefer-Services und IoT-Systeme, die Verbrauchsgüter mittlerweile völlig selbständig nachbestellen, sind die Zeiten endgültig vorbei, in denen Bedarf besteht, Produkte des täglichen Lebens in einem physischen Laden zu kaufen. Als Konsequenz daraus verändert sich die Motivation, einen physischen Store zu besuchen, für die Kunden grundlegend. Entsprechend müssen sich nun auch die Retailer neu orientieren und den Fokus auf spezialisierte, originelle Ware verlagern. Um diese Transition erfolgreich zu meistern, müssen Markenunternehmen nicht nur ihr In-Store-Angebot überdenken, sondern auch dessen Präsentation und Merchandising.

1. Es wird eine klare Differenzierung zwischen „Shopping“ und „Buying“ geben

Anknüpfend an den vorhergehenden Punkt ist es wichtig, eine klare Trennung zwischen „Shopping“ und „Buying“ zu vollziehen. Shopping ist eine Freizeitaktivität geworden, eine „immersive experience“ für alle Sinne, die eine emotionale Reaktion auslöst. „Buying“ ist dagegen die tägliche Bedarfsdeckung, an die wir bereits von künstlicher Intelligenz erinnert und die wir langfristig wohl auch ganz an sie abgeben werden. Auch dies trägt zum grundsätzlichen Wandel in der Motivation der Verbraucher bei, physische Stores aufzusuchen: Die Entscheidung ist ganz klar eine Willensentscheidung und nicht mehr von Bedarf getrieben. Für Retailer besteht somit die Herausforderung, aber auch Chance, darin, attraktive Produkt- und (noch viel wichtiger) Erlebnisangebote zu schaffen.

5. Willkommen am Point of Experience

Das Konzept „Experience“ und seine reale Umsetzung sind in ihrer Komplexität und Ganzheitlichkeit in tiefgreifendem Wandel begriffen. Verbraucher kaufen keine Produkte mehr, sondern in letzter Konsequenz bereits „Experiences“. Das digitale Zeitalter hat viele an die physische Welt geknüpfte Herausforderungen gelöst, sodass es in Zukunft, wenn Menschen in einem Store oder einer anderen Location zusammenkommen, um das Erlebnis an sich gehen wird. Für Retailer bedeutet das, dass sie ein robustes und überzeugendes Marken-, Produkt- und Service-Erlebnis schaffen und ihre Erfolgsparameter grundsätzlich überdenken müssen. Der Quadratmeterumsatz verliert als Messgröße zunehmend an Aussagekraft – es wird Zeit, in Erlebnissen pro Quadratmeter zu denken.

Dieser Artikel wurde von LIGANOVA für FashionUnited geschrieben. LIGANOVA, The BrandRetail Company ist ein Spezialist für Markenkommunikation am Puls der Zeit. Marken stehen heute vor der Herausforderung, dass sich die Erwartungshaltung der Konsumenten in Bezug auf den Point of Sale grundlegend verändert. Der Point of Sale muss sich zum Point of Experience transformieren. Um diese Experience zu erschaffen und zu vernetzen, arbeiten wir interdisziplinär und vernetzen unsere verschiedenen Kompetenzen gezielt. Wir gestalten die Grenzen zwischen off- und online fließend und schaffen so nahtlose Marken-, Produkt- und Service- Experiences. Wir denken und arbeiten stets am Zeitgeist und schaffen ästhetische Inszenierungen. Zur LIGANOVA Gruppe mit ihren 350 Mitarbeitern an den Standorten in Stuttgart, Berlin, Amsterdam und San Francisco, gehören des weiteren die Firmen LIGAPRODUCTION, LIGA:DIGITAL und LIGA2037.

Photo by Daria Shevtsova from Pexels

 

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