Dämpfer vor dem Weihnachtsgeschäft: HDE sieht schwächere Konsumstimmung im Oktober

Vor dem Start ins so wichtige Weihnachtsgeschäft gibt es für den deutschen Einzelhandel keinen Grund für Optimismus. Die Konsumlaune der hiesigen Verbraucher:innen habe sich im Oktober „deutlich“ verschlechtert, erklärte der Handelsverband Deutschland (HDE) am Montag unter Berufung auf die Ergebnisse einer aktuellen Studie.

Das HDE-Konsumbarometer, das auf einer monatlichen Befragung von 1.600 Personen zu konsumrelevanten Themen beruht, sei im Vergleich zum September gesunken, erklärte die Branchenorganisation. „Damit trüben sich auch die Erwartungen für das Weihnachtsgeschäft etwas ein“.

Nachdem die Konsumlaune bereits während des gesamten Jahres „schwach“ gewesen sei, dämpften die aktuellen Zahlen nun auch „die Hoffnung, dass zumindest im letzten Quartal ein Aufschwung der Verbraucherstimmung einsetzen könnte“, so der HDE.

Höhere Energie- und Spritpreise und Inflationsängste drücken auf die Kauflaune

Im Oktober schätzten die Befragten demnach die Entwicklung der Gesamtkonjunktur pessimistischer ein als im Vormonat. Gleiches galt für die Erwartungen hinsichtlich der eigenen finanziellen Situation. Die Verbraucher:innen gingen derzeit „von einem Rückgang bei ihrem verfügbaren Einkommen aus“, erklärte der HDE. „Die zuletzt gestiegenen Energiepreise sowie die hohen Spritpreise belasten die Konsumenten und hemmen die Konsumstimmung.“ Zudem erwarteten die Befragten „weiterhin eine steigende Inflationsrate“.

Angesichts der ernüchternden Zukunftsaussichten ging auch die Anschaffungsneigung der Verbraucher:innen gegenüber dem September zurück. „Immerhin positiv“ sei die jüngste Entwicklung der Sparneigung, erklärte der HDE. Derzeit planten die Befragten nicht, zusätzliche Ersparnisse anzulegen.


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