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Paddock: Das erste Outlet eröffnet seine Pforten in Paris

Von Céline Vautard

10. Dez. 2019

Einzelhandel

In einem neuen und aufstrebenden Viertel mitten in Seine-Saint-Denis, im Großraum von Paris, umfasst das neue von der Fiminco-Gruppe entwickelte Outlet ‘Paddock’ insgesamt 75 Geschäfte, die Stil, Kunst und Gastronomie kombinieren.

„Paddock ist für Paris das, was Williamsburg in Brooklyn ist”, heißt es in der Pressemitteilung. Die Messlatte wird also sehr hoch gelegt, und es steht auch viel auf dem Spiel. Der Standort in Romainville, 300 Meter von der Metrostation Bobigny - Pantin - Raymond Queneau (Linie 5) entfernt und nur einen Katzensprung vom Ourcq-Kanal, erweckt einen ganzen Stadtteil zu neuem Leben.

Ein historischer Standort

Seit Ende des 19. Jahrhunderts beherbergten diese Backstein- und Fachwerkgebäude im Industriegebiet der Stadt tausende Pferde aus der Stadt Paris. 1910 zum Tierarzt der Gegend ernannt, die Pantin und den Gare du Nord verband, kümmerte sich Gaston Roussel um die Pferde. An der aktuellen Nummer 60 der nach ihm benannten Allee erfand er Hemostyl, ein Medikament zur Bekämpfung der Anämie. So entstanden die Roussel-Labore, die 2011 zur Sanofi-Gruppe wurden. Das Pharmaunternehmen prägte die wirtschaftliche Aktivität von Romainville bis zur letzten Werksschließung vor sechs Jahren. Heute finden in den ehemaligen, teilweise restaurierten Ställen die 17.000 Quadratmeter an Geschäften und 4.000 Quadratmeter an Restaurants ihr Zuhause.

Mode und Second Hand

Im Style-Angebot finden wir bekannten Namen der Mode, darunter Etam und Undiz (350 Quadratmeter), Dim, das Galeries Lafayette Outlet, das seine größte französische Dependence dort untergebracht hat (1.200 Quadratmeter), eine Adidas/Reebok-Boutique (1.000 Quadratmeter), Marie Sixtine, Suncoo, Sud Express, US Polo, Geographical Norway, Yves Delorme und Kidiliz mit all seinen Marken für Kinder. Paddock Paris setzt auch mit einem Kilo Shop und Kiliwatch auf Second Hand und Vintage-Mode. Während derzeit nur 65 Prozent der Flächen vermietet sind, plant der Entwickler Fiminco, bis zum Sommer 2020 die 100 Prozent zu erreichen. Das ehrgeizige Ziel: 3,5 Millionen Besucher pro Jahr anzuziehen.

Der richtige Ort

In diesem boomenden Stadtteil, in dem der Uhrturm ein Leuchtturm ist, ist die Zeit reif für Veränderungen. So werden in weniger als 300 Metern Entfernung vom Paddock Paris mehr als 2.000 neue Häuser des Architekten Jean-Michel Wilmotte gebaut, und Anfang 2020 soll auch ein Ibis Style Hotel mit 120 Zimmern eröffnen. Schließlich sollen dank eines brandneuen Zentrums für zeitgenössische Kunst, das ebenfalls von Fiminco entwickelt wurde, Kunst und Design weitere Kundschaft anziehen. Auf 46.000 Quadratmetern werden Kunstgalerien, der Verein Jeune Création, die Fiminco-Stiftung und ihre 18 Künstlerresidenzen, neue Ausstellungsräume, der Fonds régional d'art contemporain (FRAC) d'Île-de-France und die Parsons Paris School of Design vertreten sein. Zwischen der Hauptstadt und dem Flughafen Charles de Gaulle gelegen, zählen die Standorte auch zu den Besuchern aus dem Nahen Osten und Asien, darunter indonesische, koreanische und vor allem chinesische Touristen. Um sich bekannt zu machen, hat das Outlet nun eine große Plakatkampagne in der Region Île-de-France lanciert, die in Kürze in der Presse und im öffentlichen Verkehr für das neue Unterfangen werben soll.

Fotos: Paddock Paris

Dieser Artikel wurde zuvor auf FashionUnited.fr veröffentlicht. Übersetzung und Bearbeitung: Barbara Russ