Trotz Nahost-Konflikt: Inditex expandiert in den Irak
Ein wichtiger strategischer Schritt des spanischen Modegiganten Inditex erfolgte zu einem Zeitpunkt wachsender Instabilität im Nahen Osten. Trotz des Ausbruchs eines militärischen Konflikts zwischen dem Iran und einer Koalition aus den USA und Israel ist der Mutterkonzern von Marken wie Zara, Bershka, Massimo Dutti, Pull & Bear und Stradivarius offiziell in den Irak expandiert. Dies ist der 98. physische und 215. Online-Markt des Konzerns.
Der Schritt war vor fast einem Jahr von CEO Óscar García Maceiras während der Präsentation der Jahresergebnisse für 2024 angekündigt worden. Für das Geschäftsjahr 2025, das am 31. Januar 2026 endete, plante der Konzern sein Debüt im Irak. Ursprünglich sollte es im Oktober 2024 vonstatten gehen, allerdings war es an die Eröffnung an die der Iraq Mall in Bagdad gekoppelt. Diese öffnete schließlich am 19. Februar dieses Jahres ihre Türen.
„Wir blicken optimistisch auf das Jahr 2025“, hatte Maceiras im vergangenen März erklärt und angemerkt, dass der Konzern „den Ehrgeiz behält, den Weg des effizienten, profitablen und verantwortungsvollen Wachstums fortzusetzen“.
Maceiras betonte, dass die Formel der Gruppe darin bestehe, „sich kontinuierlich an die Bedürfnisse unserer Kund:innen anzupassen und eine Reihe hochinnovativer Projekte umzusetzen“. Auf der Jahreshauptversammlung am 15. Juli bestätigte Maceiras, dass „alle unsere Marken ihre ersten Filialen im Irak eröffnen werden“, und hob die „Begeisterung“ des Unternehmens für die Expansion hervor.
Die ersten Stores der Konzernmarken wurden in der neuen Iraq Mall in Bagdad eröffnet
Die Iraq Mall befindet sich im Al-Dora-Viertel von Bagdad und gehört dem Geschäftsmann Hassan Al-Lami. Sie ist ein Gigant im regionalen Einzelhandel. Der Komplex erstreckt sich über 550.000 Quadratmeter und beherbergt über 1.000 Geschäfte sowie einen 23-stöckigen Turm mit gemischter Nutzung. Laut Iraqi News beschäftigt das Einkaufszentrum derzeit 4.000 Mitarbeitende. Bei voller Auslastung soll diese Zahl auf 50.000 ansteigen.
Die Kernmarken von Inditex – Zara, Zara Home, Oysho, Massimo Dutti, Lefties und Bershka – nahmen dort am vergangenen Freitag den Betrieb auf. Die Store-Eröffnungen wurden zusammen mit dem Start der jeweiligen E-Commerce-Websites vollzogen – nur wenige Stunden, bevor die USA und Israel koordinierte Angriffe gegen den Iran starteten.
Die Expansion wurde vom strategischen regionalen Partner von Inditex, der im Libanon ansässige Azadea Group, organisiert. Azadea ist mit der in den Vereinigten Arabischen Emiraten beheimateten Daher Group verbunden, die nach dem Rückzug von Inditex im Jahr 2022 das Russland-Geschäft des Konzerns übernommen hat.
Inditex reiht sich in eine internationale Liste von Marken in dem neuen Einkaufszentrum ein, zu denen auch Lacoste, Skechers, Boggi Milano und die ebenfalls aus Spanien stammenden Einzelhändler Mango und Punt Roma gehören.
„Wir sind stolz, die große Eröffnung unserer Filialen in der Iraq Mall bekannt zu geben. Dies markiert ein aufregendes neues Kapitel für die Azadea Group“, teilte das Partnerunternehmen am Freitag mit. „Dieser Meilenstein spiegelt unser Engagement für Wachstum, Innovation und die Schaffung außergewöhnlicher Einkaufserlebnisse wider.“
Obwohl Inditex sein strategisches Ziel vor der Präsentation der Jahresergebnisse am 11. März erreicht hat, wird der Erfolg von der plötzlichen Eskalation des geopolitischen Konflikts in der Region überschattet.
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