Tierschützer:innen demonstrieren vor dem Firmensitz von Mytheresa
Die international tätige Tierschutzorganisation Animal Equality hat anlässlich der Hauptversammlung des Luxusmodehändlers Mytheresa vor dem Firmensitz in Aschheim bei München gegen Missstände in der Haltung von Hühnern protestiert.
Im Speziellen richtete sich der Protest gegen Nora Aufreiter, die neben ihrer Funktion als Aufsichtsratsvorsitzende von LuxExperience, der Muttergesellschaft von Mytheresa, auch im Aufsichtsrat von Kroger sitzt. Kroger ist der zweitgrößte Lebensmitteleinzelhändler der USA.
Während in Deutschland die Käfighaltung von Hühnern in der Eierindustrie aus Tierschutzgründen bereits verboten ist, setze Kroger in den USA weiterhin auf diese tierquälerische Haltungsform, so die Organisation. Bereits 2016 hatte das Unternehmen versprochen, bis Ende 2025 vollständig auf Eier aus Käfighaltung zu verzichten. Dieses Versprechen habe der Lebensmittelgigant gebrochen und strebe stattdessen nur eine käfigfreie Haltung von 70 Prozent bis 2030 an. Einen Plan, wie die 100 Prozent erreicht werden sollen, fehle. Jedes Tier hat in einem Käfig weniger Platz als ein DIN‐A4‐Blatt. Die Tiere können ihre Flügel nicht ausbreiten, nicht laufen und kein natürliches Verhalten ausleben.
Die Protestaktionen in Aschheim sind Teil einer internationalen Kampagne von Animal Equality. Bereits im Mai und Juli waren die Tierschützer:innen an dem Mytheresa-Standort aktiv.
Weitere Aktionen in Deutschland und weltweit sind für die kommenden Monate geplant.
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