Und noch ein Magazin wird zu Grabe getragen: Die 1995 gegründete Frauenzeitschrift Allegra, die im Axel-Springer-Verlag erscheint, wird mit der Juli-Ausgabe eingestellt. Die etwas persönlichere Sicht der Dinge zeichnete das Magazin nicht zuletzt auch bei den Modethemen aus. Die Modestrecken waren liebevoll inszeniert und unterschieden sich auch in der Auswahl der abgebildeten Kleider von Vogue und Co.

Weniger um die Kleidungsstrategien von Cameron Diaz und Drew Barrymore ging es bis zum Relaunch im vergangenen Jahr, sondern um das, was der Redaktion gefiel. Das fing schon mit dem Titelblatt an - Mittelklasseschönheiten in Schwarzweiß, statt einer glatt retuschierten Kate Winslet (wie auf der aktuellen Juni-Ausgabe). Zuletzt erschien Allegra als Pocketformat, was sie unter all den anderen kleinen Magazinen am Kiosk auswechselbar machte. Mit der konventionellen Mischung aus Stars, Diäten, Sex und dem Versuch, der weiblichen Welt die Männer zu erklären, bemühte sich Allegra um Auflage.

Die sank zuletzt auf unter 300.000 Stück. So wird die Einstellung des Heftes auch mit der mangelnden wirtschaftlichen Perspektive und der schwierigen Situation im Anzeigenmarkt begründet. Wie Andreas Wiele, Vorstand Zeitschriften und Internationales der Axel Springer AG, versicherte, "bleibt der Markt der Frauenzeitschriften nach wie vor für Axel Springer ein wichtiges Kernsegment, das wir in Zukunft weiter ausbauen möchten."

 

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