Bereits zum dritten Mal trug die Bremer Brauerei Beck's dazu bei, dass dem Modevolk am Messewochenende auch abends nicht langweilig wurde und es sich einwenig fühlte wie in einer ernst zu nehmenden Modestadt. Der Postbahnhof am Ostbahnhof war für die Beck's Fashion Experience hergerichtet worden. Wie immer drängelten sich Schaulustige und vor allem Fans der ausgewählten Designer in rauen Mengen um den Laufsteg. Auch diesmal hatte eine Jury sieben Designer von deutschen und internationalen Modeschulen gefunden, die nacheinander ihre Kollektionen zeigen sollten. Die Schau begann diesmal pünktlich. Den Anfang machte das Berliner Duo Mrioïke mit Overalls für Männer mit tiefem V-Ausschnitt, viel Pannesamt in Schwarz und Gelb und gerafften Chiffonblusen. Auch die Schuhe waren von Mrioïke selbst entworfen. Auch Gesa Lüthje lebt und arbeitet in Berlin. Sie zeigte eine Kollektion ganz in schwarz mit Fetisch-Elementen: ein Reifrock, der nur aus Reifen bestand, Capes mit eckigen Schultern. Vor allem bei Karolin Maier-Hauff aus London konnte man sehen, dass sie sich mit ihrem Label schon seit drei Jahren auf dem internationalen Markt behauptet.

Insgesamt war an diesem Abend eine Dominanz der Nicht-Farbe Schwarz auszumachen in Kombination mit gerafften, leicht dekonstruktivistischen Schnitten, wodurch es so manchem Zuschauer etwas schwer fiel, die Kollektionen auseinander zu halten und nach der Schau in Erinnerung zu behalten. Bei den vorangegangenen Veranstaltungen hatte die Jury auf jeden Fall ein besseres Gespür für die Auswahl ihrer Designer bewiesen. Wer am Freitagabend neugierig geworden war, hatte ja auch noch in den beiden darauf folgenden Tagen die Möglichkeit, auf dem gemeinsamen Beck's-Messestand auf der Premium die einzelnen Kollektionen in Augenschein zu nehmen.

 

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