Die Modekette C&A hat sein internes "Projekt 19" bestätigt, in dem das Unternehmen die seit dem 1. Januar in Kraft gesetzten Mehrwertsteuererhöhung von 16 auf 19 Prozentpunkte intern abfangen und somit nicht an seine Kunden weitergeben will. C&A wirbt aktuell sogar mit einer Garantie, die gleich bleibende Preise für das neue Jahr vorsieht.

Intern wolle man die Mehrbelastung durch ein Dreipunkte-Programm abfangen, das neben Einsparungen durch Effizienzsteigerungen und starke Wachstumsraten auch der Verzicht auf Gewinnmargen einschließt. "Wir meinen es ernst damit, die Mehrwertsteuererhöhung für unsere Kunden zu bezahlen" so Firmensprecher Ralf Rothberger generös. "Mit dem Projekt 19 machen wir das betriebswirtschaftlich möglich".

C&A will eigenen Angaben zufolge hierdurch seine Position als Value Retailer langfristig weiter ausbauen und seine Position im hart umkämpften Textilmarkt durch Neukundengewinnung festigen. Schmalere Margen sollen durch Masse aufgefangen werden, Umstrukturierungen innerhalb des Unternehmens sollen zusätzliches Einsparpotenzial freigeben.

Da mittlerweile etliche fast die gesamt Branche versucht, auf den Zug "Mehrwertsteuer-Geschenk" aufzuspringen, lässt C&A seine Preise nun mit einem TÜV-Siegel offiziell bestätigen. Prüfer des TÜV Rheinland hätten die Preise des Unternehmens auf ihre Stabilität hin untersucht und erfolgreich nachgewiesen, dass 95 Prozent aller angebotenen Artikel ihren Verkaufspreis vom 1. Juni 2006 bis zum 30. Juni 2007 beibehalten werden. Unternehmenssprecher Rothberger gibt sich als Freund des unzufriedenen Volkes: "C&A Deutschland will seinen Teil dazu beitragen, diese politische Entscheidung zumindest für unsere Kunden finanziell abzufangen. Darauf können sich alle verlassen".

Ob und in welcher Höhe die Mehrwertsteuer nach Ablauf der Frist am 30. Juni 2007 doch an die Kunden weitergegeben wird, ist bisher nicht bekannt. Da sich der Verbraucher bis dahin jedoch an 19 Prozent gewöhnt haben dürften, ist es wahrscheinlich, dass auch C&A dann um drei Prozent teurer werden wird.

 

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