Beim diesjährigen "Moët Chandon Fashion Debut", das am vergangenen Donnerstag in Berlin stattfand, gab es eine Premiere zu feiern: Der Wettbewerb für Nachwuchsdesigner war diesmal ganz in Berliner Hand. Alle vier Ausgewählten, die ihre Kollektionen im aufwändig dekorierten Bärensaal des Alten Stadthauses zeigten, leben und arbeiten in der Hauptstadt.

Um so erstaunlicher, dass vom eher lässigen Berliner Stil so gar nichts zu sehen war: Schon die zuerst gezeigte Kollektion von Lestrois zeichnete sich durch elegant-schlichte Fraulichkeit aus: Schmale Kleider, mit tief sitzendem Plisseerock hätten sich gut in einer Neuverfilmung von "Bonnie und Clyde" gemacht. Danach zeigte die Designerin Carola Plöchinger ausschließlich Männermode. Und gab mit rückenfreien Tops und transparenten Strickpullundern Anzugträgern im Publikum reichlich Gelegenheit zu zischeln: "Untragbar!"

Dass die drei späteren Gewinnerinnen des ersten Preises, einer Magnumflasche Champagner, in Berlin in die Modeschule gegangen sind, war unschwer zu erkennen. Die ehemaligen Studentinnen von Vivienne Westwood zeigten unter dem Namen Emil Sheikh mit bunt gemusterter Männer- und Frauenkleidung die vielfältigste Kollektion des Abends.

Die Entwürfe des Duos Scherer González waren der glamouröse Abschluss des Abends:. Wie die roséfarbene Jacke aus Veloursleder, die knalleng wie ein Mieder sitzt, oder das Kleid aus schwarzem Crêpe-Chiffon, das bis zum Bauchnabel Haut sehen lassen. Zum Schluss gab's ganz klassisch einen weißen Baiser: ein Bustierkleid mit weitem Rock, darüber wurde eine Kanone mit in der Luft flirrendem Silberpapier abgefeuert und dann war auch schon wieder Zeit für ein Glas Champagner.

 

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