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Fünf portugiesische Schuhmarken, die Sie kennen sollten

Von Julia Garel

9. März 2022

Mode

Links: Diverge Sneaker/ Rechts: Mariano Slipper. Bild: FashionUnited

Portugal ist bei europäischen Kreativen für seine Fabriken und Produktionsstätten bekannt, entwickelt aber auch seine eigenen kreativen Schuhmarken. FashionUnited hat einen Blick auf die Produktion und das Design des Landes geworfen. Hier sind fünf Namen, die Sie kennen sollten.

Ambitious

Ambitious entstand aus dem Know-how von Celita, einer Fabrik, die sich seit 30 Jahren auf die Herstellung von Schuhen spezialisiert hat und etwa 200 Mitarbeitende beschäftigt. Die Marke wurde 2008 gegründet und entwickelte unter anderem einen Sneaker aus recycelten Materialien, der aus Plastik, das aus dem Ozean wiedergewonnen wurde, hergestellt wird. Er wird mit einer wasserbasierten Farbe gefärbt und kostet 90 Euro. Das Label bietet 80 bis 90 Modelle pro Kollektion, Herren-Sneaker und Stiefeletten, die in einem Prozess entworfen wurden, der den ökologischen Fußabdruck reduziert. Die Ästhetik ist zeitgemäß und bedient sich Color-Blocking-Elementen und Outdoor-Details. 2022 kam die erste Kapselkollektion für Damen auf den Markt. Der Umsatz der Marke beträgt heute 20 Millionen Euro.

Recycelter Sneaker. Bild: Ambitious

Das Team von Ambitious wächst und sein Vertriebsnetz ebenfalls: die Marke ist in 50 Ländern und bei 500 Verkaufsstellen (darunter einige Multibrandstores) vertreten. Ihr größter Markt ist heute Italien.

Friendly Fire

Die Geschichte von Friendly Fire ist ähnlich wie die vieler anderer portugiesischer Schuhlabels: Entstanden aus einer Schuhfabrik, wurde Friendly Fire im Jahr 2015 mit einer ersten Kollektion in der Saison Frühjahr/Sommer 2016 auf den Markt gebracht. Die Damenmodelle, die für rund 180 Euro verkauft werden, umfassen Sneakers, Sandalen und Stiefel. Die Ästhetik ist kreativ und glamourös und Schuhe werden stets mit dekorativen Details wie Perlen oder Schleifen verziert. Es gibt auch eine Premium-Linie, dessen Modelle um die 400 Euro kosten.

Bild: Friendly Fire Website

Die Marke wird in elf Märkten vertrieben und plant Investitionen in ihr digitales Angebot.

Diverge

Die 2019 gegründete Marke Diverge bietet Unisex-Sneaker zur Vorbestellung – Produktionszeit etwa 15 Tage – und anpassbare Modelle. Die Marke wurde als DNVB (Digital Native Vertival Brand) gegründet und konzentrierte sich in den ersten zwei Jahren hauptsächlich auf ihre Direct-to-Consumer-Aktivitäten. Heute geht sie Partnerschaften ein, die es ihr ermöglichen, in den traditionellen Handel einzusteigen, „wobei sie ihren Grundwerten einer umweltfreundlichen Slow Fashion treu bleibt“, so die Marke per E-Mail. Das Label gibt an, dass sie bis heute Sneaker im Wert von über einer halben Million Euro in über 60 Ländern verkauft hat.

Bild: Diverge Website

Frankreich ist der Schlüsselmarkt der Marke und auch der wichtigste Entwicklungsmarkt für ihr kurzfristiges Wachstum. Im Jahr 2022 will Diverge die Digitalisierung und einige seiner Projekte konsolidieren: einerseits Einzelhandel und andererseits Soziales mit der Teilnahme an zwei Hilfsprogrammen für Jugendliche und Kunstschaffende mit psychischen Erkrankungen.

Mariano

Die Firma Mariano Shoes entstand in einer 1945 gegründeten familiengeführten Produktionsstätte (sie hat heute etwa 20 Mitarbeitende), die 2020 ihre eigene Schuhlinie für Herren und Damen ins Leben rief. Die Marke fertigt Schuhe von Hand, die zwischen 300 und 400 Euro kosten. Die Kollektion ist hochwertig und besteht aus eleganten und qualitativ hochwertigen Schuhen, darunter auch handgefertigte Hausschuhe.

Bild: Mariano. FashionUnited

Die Marke hat bereits ein Vertriebsnetz in Deutschland, Österreich, Asien und den USA ausgebaut und betritt gerade den französischen Markt. Derzeit verfolgt sie eine Strategie zur Stärkung ihrer digitalen und physischen Präsenz durch Multibrandstores und die Eröffnung eigener Geschäfte.

Lemon Jelly

Lemon Jelly bietet seit 2013 glänzende und weiche PVC-Schuhe für Frauen an. Die Marke, die aus der Procalçado S.A. Group – einem portugiesischen Schuhhersteller – hervorgegangen ist, arbeitet durch ihre Initiative „Closing the Loop“, im Rahmen derer sie alten Schuhen neues Leben einhaucht daran, nachhaltiger zu werden. Lemon Jelly wird hauptsächlich in Europa und Nordamerika vertrieben. Das Label teilte in einer E-Mail mit, dass es seinen Umsatz seit 2021 verdoppelt hat und für 2022 ein signifikantes Wachstum anstrebt.

Bild: Lemon Jelly Website

Die Marke ist in Frankreich mit 120 Verkaufsstellen vertreten, darunter Le Bon Marché in Paris, und hat sich insbesondere durch die Zusammenarbeit mit Marken wie Bocage, Sézane, Bonpoint oder Tartine et Chocolat bei einem breiten Publikum bekannt gemacht. In Deutschland wird sie unter anderem über Tretter, Zalando und Otto verkauft. Der Preis liegt etwa zwischen 40 und 170 Euro.

Die portugiesische Schuhindustrie:
  • Diese fünf Marken sind Teil der Apiccaps Association: ein Verband portugiesischer Schuhmanufakturen und -designer, der 1975 in Porto gegründet wurde.
  • Im Januar 2022 kündigte Apiccaps eine Investition von 140 Mio. EUR über die nächsten drei Jahre an, die der portugiesischen Schuhindustrie gewidmet ist und in Partnerschaft mit dem portugiesischen Schuhtechnologiezentrum (CTCP) erfolgt.

Dieser Artikel wurde zuvor auf FashionUnited.fr veröffentlicht. Übersetzung und Bearbeitung: Barbara Russ

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