Vor genau 175 Jahren wurde Levi Strauss in Buttenheim geboren. Er gilt als Erfinder der Blue Jeans. Und das ging so: Der Franke wanderte mit ein paar Ballen Segeltuch nach San Francisco aus. Daraus fertigte Strauss erst Zelte und Planen, später dann unverwüstliche Latzhosen mit doppelten Nähten für Goldgräber. Als ihm das Segeltuch ausging, benutzte er Baumwollstoff mit einer Köperbindung, der blau eingefärbt war, in den USA wurde er "Denim" genannt, da der Stoff aus der französischen Stadt Nîmes kam. Der Rest ist Geschichte.

Ob das amerikanische Unternehmen mit Hauptsitz in San Francisco heute in Feierstimmung ist, darf bezweifelt werden: Wahrscheinlich wird 2003 das siebte Jahr in Folge sein, in dem Levi's nicht mehr in die Gewinnzone kommt. Auch von Traditionen verabschiedet sich die größte Jeansmarke der Welt: Ab diesem Frühjahr wird nicht mehr in den USA gefertigt - Produktionsstätten gibt es dann nur noch in Asien, Südamerika und Malta.

Um wieder in die Erfolgszone zu kommen, fahren die Amerikaner mehrgleisig: So wird jetzt die Billiglinie "Levi Strauss Signature" auf den deutschen Markt gebracht: Für ca. 35 Euro werden Hosen bei Discountern wie Woolworth und Walmart angeboten. Mit einer aufwändigen Kampagne will Levi's für das Modell 501 neue Aufmerksamkeit wecken und so die Verkaufszahlen für das mittlere Segment ankurbeln.

Und auch das Luxussegment will Levi's knacken: Mit Jeans über 100 Euro sollen Modebewusste ab März für Levi's begeistert werden.

 

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