Der Fotograf Helmut Newton starb in der Nacht zum Sonnabend an den Folgen eines Autounfalles in Los Angeles im Alter von 83 Jahren.

Den Grundstein für seine Berühmtheit legte er als Fotograf für die französische Vogue. 1957 zog er mit seiner Frau June Brunell nach Paris. Kurz danach begann er für das Modemagazin zu arbeiten. Seine Aufnahmen aus über 20 Jahren waren umstritten, er provozierte mit der Ablichtung offensiver Nacktheit auch schon als Modefotograf. Newton stellte der sanften Weiblichkeit eine selbstbewußte, kühle Ästhetik entgegen. So zollte auch die Modewelt dem Fotografen Tribut. "Helmut Newton hat die Modefotografie von Grund auf verändert", sagte Tom Ford der International Herald Tribune. Der Vorsitzende von Condé Nast International, Jonathan Newhouse, ist sich sicher, dass Newton den Beginn der modernen Fotografie repräsentiere, die man heute in der Vogue finde.

Helmut Newton wurde 1920 als Sohn eines jüdischen Knopffabrikanten in Berlin geboren. Bevor er 1938 erst nach Singapur und dann nach Australien emigrierte, machte er eine Lehre bei der Fotografin Yva in Berlin. Im vergangenen Jahr vermachte er seine Fotosammlung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Berlin. Anfang Juni soll direkt am Bahnhof Zoo ein Museum mit seinen Werken eröffnet werden.

 

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