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Hussein Chalayan, 10 Jahre Arbeit

Von FashionUnited

7. Mai 2005

Das Groninger Museum präsentiert vom 17. April bis 4. September 2005 die erste große Soloausstellung des türkisch-zypriotischen Modeschöpfers Hussein Chalayan, der 1970 in Nikosia geboren wurde. In den vergangenen 10 Jahren hat Hussein Chalayan über zwanzig Kollektionen realisiert, von denen die wichtigsten in dieser Werkschau in Form von Outfits, Installationen, Foto- und Videoarbeiten gezeigt werden. In Zusammenarbeit mit der Nai- Verlagsgruppe wird zur Ausstellung die erste Monografie über Hussein Chalayans Werk herausgebracht.

Chalayan gehört zu den innovativsten, höchst experimentell und konzeptuell arbeitenden Modeschöpfern unserer Zeit. Mit Inspirationen, die aus unterschiedlichen Disziplinen wie Architektur, Philosophie und Anthropologie stammen, lässt sich sein Œuvre im Grenzgebiet zwischen Mode und moderner Kunst ansiedeln. Seine Themen sind häufig kulturell und gesellschaftlich geprägt. Dies hat mit der persönlichen Geschichte Chalayans zu tun, der seine Identität verschiedenen Kulturen verdankt.

Mit einer Aufsehen erregenden Präsentation, für die er seine Kleidungsstücke erst begraben hatte, schloss Hussein Chalayan sein Studium am Londoner Central St. Martins College of Art and Design ab. 1999 und 2000 wurde er in Großbritannien zum Designer of the Year gewählt. Seit 2001 veranstaltet er seine Shows während der Modewochen in Paris. Im Jahre 2002 brachte er seine erste Menswear-Kollektion heraus. Seitdem hat er weltweit an zahllosen Ausstellungen wie der Radical Fashion im Londoner Victoria & Albert Museum, Fashion im Kyoto Costume Institute in Japan und Airmail Clothing im Musée de la Mode in Paris teilgenommen. Im April 2004 eröffnete Chalayan seinen ersten Flagship Store in Tokyo.

In der auf zwei Etagen des Museums eingerichteten Ausstellung ist unter anderem die Installation der Kollektion Afterwords (H/W 2000/01) zu sehen. Hierin transformieren Stuhlbekleidungen zu Kleidern, Stühle zu Koffern, und ein Salontisch entpuppt sich als Rock. Die Ausstellung ist Di. bis So. von 10.00 - 17.00 Uhr geöffnet.

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