Marimekko ist längst eine Institution in Finnland - Die Designfirma verkauft nicht nur ihre aktuellen Entwürfe in die ganze Welt, sie hat es auch mit ihren Produkten ins Museum geschafft. Im vergangenen November waren die Entwürfe der 50er, 60er und 70er Jahre in New York zu sehen, jetzt sind sie bis Ende August in Berlin in der finnischen Botschaft zu bewundern. Bei Marimekko bedeutet, die eigene Geschichte zu erzählen, auch immer Gegenwart: Seit Anfang der 90er Jahre, als die Firma ihre größte finanzielle und schöpferische Krise erlebte, bedient man sich der Muster aus den unerschöpflich wirkenden Archiven. Denn, was die Gründerin von Marimekko, Armi Ratia, Anfang der 50er Jahre in Helsinki begann, gehört heute zu den Klassikern des skandinavischen Designs. Farbenfrohe, großflächige Muster: Abstrakt urban, verspielt oder nah an der Natur sind die Entwürfe. Wichtig war immer die Zusammenarbeit mit finnischen und internationalen Designkünstlern, denen völlige gestalterische Freiheit gelassen wurde. So entstanden Entwürfe, die heute das Archiv füllen. Auch wenn 70 Prozent des Umsatzes mit Bekleidung gemacht werden, stehen die Stoffe für das Image von Marimekko. So sind die Schnitte eher schlicht gehalten, um den großen Mustern genug Raum zu geben. Zum Markenzeichen ist die Mohnblume geworden, die es inzwischen in fast 20 unterschiedlichen Variationen gibt. Die Marimekko-Ausstellung ist noch bis zum 31. August in der Finnischen Botschaft, Rauchstraße 1, in Berlin-Tiergarten zu sehen.

 

 

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