Aufgrund der Mehrwertsteuererhöhung und weiterer Neuregelungen zum Jahresbeginn war es bereits erwartet worden, nun ist es offiziell: Die Konsumneigung der deutschen Verbraucher hat erheblich nachgelassen. Dies ist das Ergebnis der monatlichen Konsumklimastudie, die das Marktforschungsinstitut GfK am Donnerstag vorstellte. Wie die GfK mitteilte, ging der Konsumklimaindikator von 8,5 Punkten für den Januar auf einen Wert von 4,8 Punkten für den Februar zurück. Dieser Einbruch sei auf eine extreme Verschlechterung der Anschaffungsneigung der Verbraucher zurückzuführen, hieß es weiter. Die GfK nannte als Gründe die vorgezogenen Einkäufe Ende des vergangenen Jahres sowie den höheren Mehrwertsteuersatz.

Der entsprechende Indikator verlor daher im Vergleich zum Vormonat 65 Punkte und stürzt auf -5,1 Punkte ab. Dies sei der stärkste Rückgang des Indikators innerhalb eines Monats seit Beginn der monatlichen Erhebungen im Jahre 1980, so die GfK. Verglichen mit dem entsprechenden Vorjahreswert entspricht dies einem Minus um gut 25 Punkte. Doch in Katastrophenstimmung muss der deutsche Einzelhandel noch nicht verfallen: Die GfK rechnet derzeit nur mit einer "Konsumdelle" im ersten Quartal 2007. "Es ist davon auszugehen, dass es sich bei dem extremen Rückgang der Anschaffungsneigung um einen vorübergehenden Effekt handelt," erklärte das Institut.

Darauf deuteten auch die übrigen in der aktuellen Studie gemessenen Indikatoren hin. So stabilisierte sich die allgemeine Konjunkturerwartung der deutschen Verbraucher deutlich. Sie erreichte mit 37,5 Punkten den höchsten Wert seit 2001. Auch die individuelle Einkommenserwartung der Deutschen verbesserte sich im Vergleich zum Vormonat. Sie sei jedoch nach Angaben der GfK weiterhin "verbesserungswürdig". Trotzdem hofft das Institut "auf eine Stabilisierung der Einkommensstimmung in den kommenden Monaten". Dazu würde auch die gegenwärtig positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt beitragen.

 

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