Der deutsche Strumpfhersteller Kunert AG rechnet für das laufende Geschäftsjahr erstmals seit 13 Jahren wieder mit steigenden Umsätzen. Dies gab das Unternehmen am Freitag bekannt. Für das Geschäftsjahr 2006 meldete Kunert noch einmal einen Umsatzrückgang. Insgesamt erreichten die Umsätze eine Höhe von 93,9 Millionen Euro und lagen damit nach Angaben des Unternehmens um knapp 10 Prozent unter dem Vorjahreswert. Als Gründe wurden die Kündigung mehrerer unprofitabler Lizenzmarken und der Aufbau einer neuen Strickfabrik in Marokko genannt, der zu Engpässen bei der Belieferung des Handels geführt habe.

Ihren operativen Verlust konnte die Kunert AG 2006 auf 8,7 Millionen Euro reduzieren. Im Vorjahr hatte er noch bei 11,7 Millionen Euro gelegen. Der Jahresverlust nach Steuern ging von 14,6 Millionen Euro auf 14,3 Millionen Euro zurück.

Optimistisch fiel der Blick in die Zukunft aus: "Erstmals seit 1993 sind wir wieder auf Wachstumskurs und erwarten für dieses Jahr ein Umsatzplus", erklärte Vertriebsvorstand Michael Stoermer. Das Unternehmen rechnet für 2007 mit einem Umsatzwachstum auf etwa 100 Millionen Euro. "Wir haben unsere Restrukturierung im ersten Quartal 2007 abgeschlossen und konzentrieren uns jetzt darauf, profitabel zu wachsen. Für das laufende Geschäftsjahr rechnen wir mit einer deutlichen Verbesserung unseres EBIT um den Break-Even-Punkt herum," so Stoermer. Zum Abbau seiner bestehenden Finanzverbindlichkeiten werde derzeit eine Kapitalerhöhung durch die Ausgabe von 20 Millionen zusätzlichen Stammaktien vorbereitet, teilte das Unternehmen weiter mit.

Kunert will nach eigenen Angaben "international mit der Marke Burlington stark wachsen". Geplant seien durchschnittlich fünf neue Shops pro Jahr. "Vor allem im Ausland ist Burlington eine sehr zugkräftige Marke. In diesem Jahr haben wir bereits Handelspartner in London, Wien und Tokio gewonnen," erklärte Stoermer.

 

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