Bezahlen mit der EC-Karte wird immer beliebter: Im vergangenen Jahr stieg der Anteil der Kartenzahlung am Einzelhandelsumsatz auf 31,6 Prozent, im Vorjahr waren es noch 30,5 Prozent gewesen, das teilte der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) in der vergangenen Woche in Berlin mit. Wie aus einer aktuellen Erhebung des Euro-Handelsinstituts hervorgeht, die der HDE unterstützt hat, bleibe Bargeld mit 64,9 Prozent Umsatzanteil aber weiter die beliebteste Zahlungsart. Der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des HDE, Stefan Schneider, erklärte, der Zuwachs bei der Kartenzahlung gehe auf das Konto des EC-Cash-Verfahrens. Das Bezahlen mit EC-Karte und Geheimzahl sei von sieben Prozent im Jahr 2003 auf 8,6 Prozent im vergangenen Jahr erstmals deutlich gewachsen. Stärkstes Verfahren beim Karteneinsatz bleibe nach wie vor mit Abstand das EC-Lastschriftverfahren. Es sei leicht von 17,3 Prozent (2003) auf 16,9 Prozent (2004) zurückgegangen.

Grund sei der schleichende Rückgang beim POZ-Verfahren (Point of Sale ohne Zahlungsgarantie), mit dem die Händler bei Zahlungen mit EC-Lastschrift die Sperrdatei der Kreditwirtschaft abfragen können. Schneider dazu: "Banken und Sparkassen haben unver-ständlicherweise ihren Rückzug aus dem POZ-Verfahren bis Ende nächsten Jahres erklärt. Darauf reagieren Händler heute schon." Die Zahlungsausfälle aus Bonitätsgründen würden deutlich zunehmen. "Die Kreditwirtschaft gibt offenbar nach wie vor an alle Kunden ohne Bonitätsprüfung EC-Karten aus", so Schneider. 2004 hätte der Einzelhandel deshalb 0,4 bis 0,5 Prozent der Zahlungen nachverfolgen müssen. 0,12 Prozent des gesamten EC-Lastschriftumsatzes sei unwiederbringlich verloren gegangen (2003: 0,093 Prozent). Viele Händler würden deshalb häufiger auf das teure EC-Cash-Verfahren umsteigen.

 

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