In Mexiko ist Armando Mafud ein bekannter Mann - die Berühmtheit hat er seinen Kleidern zu verdanken. Sie sind nicht selten auf Galas, Premieren und anderen Festlichkeiten an wiederum in der spanischen und mittelamerikanischen Szene bekannten Frauen zu sehen. So trug die Schauspielerin Salma Hayek zur Premiere ihres Filmes "Frida" in Mexiko ein Mafud-Kleid.

In Deutschland haben die Entwürfe von Mafud ihren Weg auf den roten Teppich zwar noch nicht gefunden, aber immerhin wurden sie am vergangenen Freitag zum ersten Mal über einen Laufsteg im Berliner Marriot-Hotel am Potsdamer Platz geschickt.

Die mexikanische Botschaft hatte Armando Mafud eingeladen, anlässlich der Feierlichkeiten rund um den mexikanischen Nationalfeiertag mexikanische Mode zu zeigen. "Mode ist immer eine Möglichkeit, zu kommunizieren, um nach außen sichtbar zu werden", begründet der Botschafter die Einladung Mafuds nach Berlin.

Und tatsächlich lässt sich Mafud bei seinen Entwürfen von der mexikanischen Folklore inspirieren - moderne Zurückhaltung ist seine Sache nicht. Farbenfrohe, plakative Muster auf ausladenden Röcken, Goldstickereien auf Samt, körperbetonte Korsagen zu hauchzarten Organzastoffen - Mafuds Mode ist nicht für den Alltag gemacht. Mit seinen kostspieligen Kleidern dürfte er auch nicht an die Frau auf der Straße gedacht haben - er interpretiert Haute Couture für sein Land. So prangen ganze Gemälde auf weit schwingenden Röcken - in monatelanger Handarbeit aufgemalt: Mal naiv anmutende Porträts mal ganze Stadtansichten In Deutschland werden die Entwürfe von Mafud noch nicht verkauft, auch wenn er bereits vier Mal an der Düsseldorfer Modemesse Cpd teilnahm. In diesem Sommer verzichtete er dort auf eine Messepräsentation - er zeige ja in Berlin. Armando Mafud war direkt aus Madrid gekommen, wo er eine neue Boutique eingeweiht hatte.

Die Modenschau von Armando Mafud soll der Auftakt zu einer ganzen Reihe von Modeveranstaltungen bilden, die von der Organisation "Ambassadors of Fashion" zusammen mit den verschiedenen Botschaften in Berlin geplant werden. Also wird vielleicht demnächst Mode aus Tansania, Russland oder Burkina Faso in Berlin zu sehen sein.

 

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