New Zealand Fashion Week 2026: Indigene Mode im Mittelpunkt
Die New Zealand Fashion Week (NZFW) stellte 2026 bei ihrer 25. Jubiläumsausgabe indigene Mode in den Mittelpunkt. Dazu gehörten eine Laufstegschau mit 16 Designer:innen des Kāhui Collective, ein erstes Symposium für indigene Völker und mehrere von Māori und Pazifik-Insulaner:innen geführte Schauen. Das Programm war ein großer Schritt in Richtung indigener Repräsentation. Diese ist schon lange ein Teil der NZFW, wurde aber in den letzten Jahren weiter gestärkt.
Diesmal schufen 16 Designer:innen den bisher größten indigenen Laufsteg der Veranstaltung. Acht Designer:innen stammten aus Aotearoa Māori/Pasifika und acht internationale indigene Designer:innen kamen aus Alaska, Kanada, den First Nations Australiens, Indien, Fidschi, Rotuma und Taiwan. Die gesamte Produktion, einschließlich Haar und Make-up, wurde von Māori geleitet.
Die Gruppe wurde vom Kāhui Collective geleitet. Es wurde 2017 von der Designerin Kiri Nathan gegründet, deren Karriere eng mit der jüngeren Modegeschichte Neuseelands verbunden ist.
Nathan war 2009 die erste Gewinnerin des „Miromoda Emerging Designer Award“, der vom Indigenous Māori Fashion Apparel Board verliehen wird. Die Designerin debütierte 2009 auf der NZFW. Im Jahr 2023 eröffnete Nathan als erste Māori-Designerin in der 22-jährigen Geschichte die NZFW. Im Jahr 2025 debütierte Nathans Kāhui Collective auf der Veranstaltung. Sechs Māori und indigene Designer:innen präsentierten dabei ihre Kollektionen.
Weitere 14 indigene Designer:innen, von Einheimischen bis hin zu internationalen Talenten aus Polynesien, Mikronesien und Melanesien, schlossen sich für eine von Pacific Fusion geförderte Laufstegschau zusammen. Beide Laufstegpräsentationen zeigten traditionelles Handwerk. Die Kollektionen umfassten handgewebte Textilien, natürliche Farbstoffe, Harakeke und Muka.
Die NZFW 2026 umfasste auch die erste Einzelpräsentation der fidschianischen Designerin Makaira Lee mit ihrem Label By Kai. Sie kreiert es in Aotearoa zusammen mit ihrer Mutter Jeannie. In ihrer Kollektion mit dem Titel „When are you coming home?“ untersuchte die Designerin die Spannung zwischen verschiedenen Orten und Menschen, die sich wie ein Zuhause anfühlen.
Weitere Höhepunkte der Veranstaltung waren Karen Walker, die in der Auckland Art Gallery eine Show zum Thema Reisen mit 80 Models sowie Thomasin McKenzie und Benee inszenierte. Caitlin Crisp debütierte mit einer Solo-Headline-Show zusammen mit dem Royal New Zealand Ballet. Twenty-Seven Names feierte sein 20-jähriges Bestehen. Juliette Hogan, Kathryn Wilson, Taylor, Zambesi und Claudia Li bildeten den Kern des Programms im Shed 10.
Die NZFW wurde 2001 von Dame Pieter Stewart gegründet und wird heute von Feroz Ali geleitet.