Das Versandhandelsunternehmen Otto hat seinen Computer Distributor Actebis in Deutschland, Frankreich, Österreich und den Niederlanden an die Arques Industries AG, Starnberg, verkauft und damit das Desinvestment im Wesentlichen abgeschlossen. Die Otto Group verkauft die Nummer drei im europäischen IT Großhandel eigenen Angaben zufolge aus strategischen Gründen.

Demnach übernimmt die Arques Industries AG mit Actebis Peacock in Soest, Deutschland, sowie Actebis in Frankreich, Österreich und den Niederlanden vier Landesgesellschaften, die in den vergangenen Jahren erfolgreich ihre Weichen auf Wachstum gestellt haben. Sie beschäftigen zusammen rund 1.300 Mitarbeiter, sind profitabel und haben im vergangenen Geschäftsjahr einen gemeinsamen Umsatz von rund 2,5 Milliarden Euro erzielt. Die Transaktion stehe jedoch noch unter dem Vorbehalt der entsprechenden Fusionskontrollbehörde.

Als größte Versandhandelsgruppe der Welt und als Nummer zwei weltweit im E-Commerce mit dem Endverbraucher will sich die Otto Group zukünftig auf das Kerngeschäft Multichannel-Einzelhandel und auf handelsnahe Dienstleistungen konzentrieren. Wegen fehlender Synergien mit dem Kerngeschäft beabsichtigt der Konzern, sich vom Geschäftssegment Großhandel zu trennen, zu dem auch die Actebis Gruppe gehört. Zuletzt hatte die Otto Group erste Teilverkäufe von Actebis erfolgreich abgeschlossen und die italienische und spanische Landesgesellschaft sowie 80 Prozent der Anteile an der Gruppe ihrer insgesamt sechs nord- und osteuropäischen Landesgesellschaften veräußert.

 

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