Dem Modelabel "Sean John" des Rappers Sean Combs alias P. Diddy wird vorgeworfen, tausende T-Shirts unter unmenschlichen Bedingungen in einem so genannten Sweatshop in Honduras produzieren zu lassen. Wie die Tageszeitung "The New York Times" (NYT) in ihrer Ausgabe am Mittwoch berichtete, hat sich die 19-jährige ehemalige Angestellte Lydda Eli González öffentlich über die Zustände in der Fabrik "Southeast Textiles" geäußert. So stünden die Mitarbeiter unter enormen Leistungsdruck - Überstunden würden nicht bezahlt und schwangere Angestellte entlassen. González wurde im vergangenen Sommer zusammen mit 14 anderen Arbeitern gekündigt, weil sie sich für bessere Arbeitsbedingungen eingesetzt hatte.

Der Vize-Präsident von Sean John, Jeff Tweedy, gab an, dass "Sean John" keinerlei Kenntnisse über die Arbeitsverhältnisse in der Fabrik in Honduras habe, aber die Vorwürfe sehr ernst genommen würden. "Sean John" ist einer der wichtigsten Kunden von "Southeast Textiles". Die 380 Arbeiter produzieren für die New Yorker Modefirma Langarm-T-Shirts.

González ist nach New York gereist, um bei Combs direkt um Unterstützung für ihr Anliegen zu bitten, bessere Arbeitsbedingungen bei "Southeast Textiles" in Honduras zu schaffen. Laut der NYT bestreitet der Betreiber von "Southeast Textiles", Steve Hawkins, alle Vorwürfe vehement. González wird vom "National Labor Committee", einer New Yorker Vereinigung unterstützt, die aufdeckte, dass unter anderem der Bekleidungshersteller Gap in Sweatshops produzieren lässt.

 

 

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