Die Themen Ökologie, Nachhaltigkeit und Fairer Handel stehen auch im Bereich der Mode immer öfter im Fokus des öffentlichen Interesses. Die Verbraucher interessiert mittlerweile nicht mehr nur Form, Farbe und Preis eines Produktes, sondern auch die Bedingungen, unter denen es hergestellt, vertrieben und letztendlich verkauft wird. Umweltbelastungen, schlechte Arbeitsbedingungen in den Herstellerländern und chemische Behandlungen der Textilfasern werden immer häufiger zum Gegenstand von Kaufentscheidungen.

Nun widmet sich eine Ausstellung im Pariser Museum "Cité des Sciences et de l'industrie" ganz dem Thema Nachhaltigkeit. Unter dem Motto "Changer D'Ére" (Wandel einer Ära) werden hier ab heute allerlei Produkte vorgestellt, die in ihrer Herstellung strengen Umweltschutz- und Herstellungskriterien unterliegen.

Die Ausstellungsfläche von 900 Quadratmetern zeigt einen Wettbewerb zwischen Innovation, Imagination und dem Zugang zu einem besseren Leben für alle. Die Mission von "Eco-Development und Design" ist: effiziente und einfach zu bedienende Objekte zu erfinden, jedoch immer mit dem Gedanken wie diese Erfindung die Umwelt unseres Planeten beeinflussen könnte.

Die Ausstellung setzt sich aus fünf Teilen entlang einer vorgegebenen Route zusammen. Jeder dieser Teile vermittelt dem Besucher Daten, Informationen und Fakten aus verschiedenen Gesichtspunkten heraus betrachtet. Begonnen wird mit der "aktuellen Situation unseres Planeten" weitere Stationen sind: "Der ökologische Fußabdruck", "Produktive Zusammenarbeit", "Szenen aus dem Leben", den Abschluss bildet "Das Manifest".

Leider haben bisher wenige der großen, global agierenden Modeunternehmen Werte wie Menschlichkeit oder Umweltschutz in ihren Produktionen umgesetzt. Die Fabriken in Drittwelt- und Schwellenländern, in denen die großen Marken unisono produzieren lassen, scheren sich meist wenig um die Belange ihrer Beschäftigten und leiten ihre hochgiftigen Abwässer oftmals einfach in den nächstgelegenen Fluss. Sie wird man auf der Pariser Schau wohl vergeblich suchen. Dafür sind diejenigen Unternehmen, die für die Ausstellung ausgewählt wurden, umso stolzer. Die spanische Schuhmanufaktur "El Naturalista" ist beispielsweise eine von insgesamt drei Schuhmarken, die sich auf der "Changer D'Ére" präsentieren dürfen. Seit der Gründung im Jahr 2002, hat El Naturalista sehr erfolgreich begonnen umweltfreundliche Produktionsmethoden einzusetzen und mit modernem Design zu verbinden. Sogar ein eigenes Manifest hat die Firma verfasst, d ie so genannte Eco Policy. Sie ist eigenen Angaben zufolge ein ungeschriebenes Gesetz im Unternehmen, welches von Mitarbeitern, Sales Agents und Zulieferbetrieben einzuhalten sei. Darin verpflichten sich die Spanier, natürliche Materialien und Farbstoffe anzuwenden, auf umweltverschmutzende Substanzen zu verzichten und so viel wie möglich auf Recycling zu setzten.

Die Ausstellung in der Cité des Sciences et de l'industrie kann vom 17. Oktober 2006 bis zum 12. August 2007, besucht werden. Sie bietet Führungen in Französisch, Englisch und Spanisch an. Öffnungszeiten sind Dienstags bis Samstags 10.00 bis 18.00 Uhr und Sonntags bis 19.00 Uhr.

 

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