Der neueste Trend in Sachen unkonventioneller T-Shirt-Beflockung kommt ausnahmsweise mal nicht aus revolutionär angehauchten Berlin, sondern aus Köln. Hier sitzt das im Jahre 2004 von ein paar Jugendlichen gegründete Modelabel "Jerkwear", das nun mit der neuen T-Shirt Sommerkollektion seinem Namen alle Ehre machen will und getreu dem Frimenmotto "Fuck The Rules" gute Qualität mit schlüpfrigen Sprüchen mischt. Öffentlich zur Schau getragene Bekenntnisse wie "It's never too late to masturbate", "Loser of the year", "Your lovely grandma fucked your grandpa" oder das fast schon klassische "Suck my deck" verleihen dem Träger den Status des unangepassten, revolutionär veranlagten Schwerenöters und zeugen von später Rache der Spaßgesellschaft an der Diaspora der 60er Jahre. Die neue Jerkwear-Kollektion besteht laut Angaben des kleinen Unternehmens "aus sechs stylischen Shirts, deren Motive im Sinne der Jerkwear-Philosophie mit Provokation, Humor und (Selbst)ironie gewürzt sind: Spass haben und nichts zu ernst nehmen. Vor allem nicht sich selber." Eine Philosophie, die man im sonst so ambitionierten Modezirkus sehr selten antrifft und ein wenig an das Selbstverständnis der US-amerikanischen Indie-Trendmarke "Teenage Millionaire" angelehnt ist. Falls sich Jerkwear hierzulande genauso durchsetzt, wie das US-Pendant, ist es wohl nur eine Frage der Zeit, bis man heimische Stars wie Sky Dumont mit bizarren Bekenntnissen auf dem Shirt über den roten Teppich stolzieren. Hier wäre das Shirt mit dem Aufdruck "A perfect relationship - till i overinflate her" zu empfehlen.

 

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