Die wichtigste Modeveranstaltung der Schweiz ist ohne Zweifel die Gwand. Das Fashion-Festival in Luzern stand diesem Jahr unter dem Titel "Les plaisirs démodés". Bereits zum zehnten Mal gab Gwand jungen Designern die Chance, ihr Können unter Beweis zu stellen. War die Veranstaltung einst zur Förderung und Bekanntmachung einheimischer Designer von Suzanna Vock ins Leben gerufen worden, hat sich die Gwand inzwischen der internationalen Modeszene geöffnet. Damit soll der internationale Charakter unterstrichen und die Messlatte so hoch wie möglich gehängt werden, so begründen die Organisatoren die Ausweitung.

Der erste Abend gehörte den internationalen Modeschulen. Fünf Schulen zeigten, was ihr Nachwuchs modisch zu bieten hat. Der mit 10.000 Franken dotierte Preis "Moët & Chandon Award for Fashion Schools" ging an das die Modedesign-Abteilung der Universität für angewandte Kunst in Wien. Auf den zweiten Platz kam das Fashion Institute Arnhem aus den Niederland.

Das Hauptereignis aber war am Samstag die Verleihung des Swiss Textiles Award. Der bereits zum vierten Mal vom Textilverband gesponserte Preis über 100.000 Euro soll einem Designer, der kurz vor dem Durchbruch steht, zu eben diesem verhelfen. Schon im Vorfeld wurden sieben Designer von einer internationalen Jury ausgewählt, die sich alle schon einen Namen in Paris, Mailand, Antwerpen und London gemacht haben. Die Kandidaten waren: Raf Simons aus Belgien, der Deutsche Bernhard Wilhelm, der Franzose Yvan Mispelaere, Hamish Morrow aus Südafrika, das britische Designerduo Boudicca, Henrik Vibskov aus Dänemark und der Schweizer Markus Huëmer mit Unit. Der 35-jährige Raf Simons gewann den Award Eingebettet waren die Preisverleihungen in ein Symposium zum Thema "Ist Mode Kunst oder bloß Lifestyle?". Diese Frage dürfte mit der Präsentation der zahlreichen Kollektionen mit einem eindeutigen "sowohl als auch" beantwortet sein.

 

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